weltverbesserer Leben Valentinstag – Fünf Errungenschaften die eine Liebeserklärung verdienen

Valentinstag – Fünf Errungenschaften die eine Liebeserklärung verdienen

Foto: Creative VIP, filborg / creativemarket.com

Der Valentinstag gilt als Tag der Liebenden und Verliebten. Mittlerweile ist der 14. Februar aber so kommerzialisiert, dass er eher als Tag der Blumenhändler und Schokoladenhersteller durchgehen könnte. Wir finden, das ist ein guter Anlass, um innezuhalten und sich auf das zu besinnen, worum es beim Valentinstag eigentlich geht: um Menschen oder Dinge, die eine Liebeserklärung verdienen.

Der Valentinstag gilt als Tag der Liebenden und Verliebten, an dem wir die Liebe feiern. Mittlerweile ist der 14. Februar aber so kommerzialisiert, dass er eher als Tag der Blumenhändler und Schokoladenhersteller durchgehen könnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist dieser Trend auch nach Deutschland herübergeschwappt. Im Februar haben daher Blumen und Schokolade Hochkonjunktur, Restaurants sind lange vorher ausgebucht. Oder waren es, bis die Pandemie uns einen Strich durch die (materielle) Rechnung machte. Wir finden, das ist ein guter Anlass, um innezuhalten und sich auf das zu besinnen, worum es beim Valentinstag eigentlich geht: um Menschen oder Dinge, die eine Liebeserklärung verdienen.

Die Wurzeln des Valentinstags

Seinen eigentlichen Ursprung hat der „Feiertag der Liebe“ beim Heiligen Valentin, einem christlichen Bischof zu Zeiten des römischen Reichs. Entgegen der Anordnungen des römischen Kaisers verheiratete Valentin von Terni Liebespaare nach christlichem Ritus miteinander und schenkte ihnen der Überlieferung zufolge Blumen aus seinem Garten. Dafür wurde er am 14. Februar 269 auf Befehl des römischen Kaisers enthauptet.

Übrig geblieben ist der Brauch am Valentinstag die Liebe zu feiern und dem oder der Liebsten ein Zeichen der Zuneigung in Form von Blumen, Geschenkkarten oder auch Gedichten zu überreichen. Englische Auswanderer brachten die Tradition in die USA, wo sie zur heutigen, stark konsumorientierten, Form mutierte.

Schokolade und Blumen machen uns aber höchstens kurzzeitig glücklich. Daher nehmen wir den Valentinstag dieses Mal zum Anlass zu schauen, was wirklich zählt. Und es zeigt sich, es sind doch ganz andere Dinge, die wir lieben. Wir zeigen dir fünf Errungenschaften, die wir vielleicht viel zu lange als selbstverständlich betrachtet haben,  die wir aber eigentlich aus tiefsten Herzen lieben und feiern sollten:

Eine weiße Taube als Symbol für den Frieden
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Sunyu

Frieden

Wir leben in Deutschland heute in einer Zeit des Friedens. Der letzte große Krieg ist so lange her, dass sich nur noch unsere Großeltern daran erinnern können. Wir müssen uns nicht vor Bombenangriffen fürchten, vor Heckenschützen, Plünderungen oder Straßenschlachten mit ungewissem Ausgang.

Frieden ermöglicht uns, unsere Zukunft zu planen, unser Leben zu gestalten und nachts ruhig zu schlafen. Frieden ist die Basis des Lebens, wie wir es kennen, mit Krankenhäusern und passender medizinischer Versorgung, einer funktionierenden Wirtschaft, einem Sozialsystem und Bildungszugang für alle. Mehr als genug Gründe, den Frieden zu feiern und unseren Beitrag dafür zu leisten, dass es so bleibt.

Blauer Himmel mit bunten Fesselballons als Symbol für Freiheit
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Ian Dooley

Freiheit

Freiheit, auch Meinungsfreiheit, ist in Deutschland in der Verfassung verankert. Weder Staat noch Behörden schreiben uns vor, welchen Beruf wir ergreifen müssen, wen wir lieben dürfen oder wo wir leben sollen. Wir dürfen unsere Meinung frei äußern, ohne deswegen staatliche Repressalien zu riskieren. Wir können uns kaufen, was immer wir uns leisten können.

Unsere Freiheit ist allerdings nicht grenzenlos, und kann es im gesellschaftlichen Zusammenleben auch gar nicht sein. Die Freiheit des Einen endet dort, wo sie in die Freiheiten Anderer eingreift. So kannst du dir zwar dasselbe Fahrradmodell wie dein Nachbar kaufen, aber nicht einfach seins nehmen, und zu deinem erklären.

Genau diese Grundlagen sind gesetzlich geregelt und bilden den Rahmen unserer Freiheit. Das gilt übrigens auch für die Lockdown-Bestimmungen, die im Prinzip eine Einschränkung eines persönlichen Grundrechts zum Schutz eines anderen (Gesundheit) sind.

Auf diese Art hat uns die Corona-Pandemie, und die damit einhergehenden Ausgangsbeschränkungen, ziemlich deutlich vor Augen geführt, wie viel Freiheit wir eigentlich genießen – und wie wichtig uns die Freiheit ist.

Vielfalt

Keine zwei Dinge in der Natur, egal ob Tiere oder Pflanzen, sind gleich – und wir Menschen sind es auch nicht. Wir haben andere Ansichten, Lebensentwürfen und Hintergründe. Und wir leben in einer Gesellschaft, die diese Vielfalt ermöglicht – was nicht heißt, dass sie an der einen oder andern Ecke auch immer wieder angegriffen wird. Aber wohl noch nie gab es so ein Angebot an Möglichkeiten, um anderes sein zu können, als die anderen. 

Unser Kleidungs- oder Einrichtungsstil, unsere Social-Media-Profile, sie sollten der Welt zeigen: „Schaut her, wie individuell ich bin“. OK, sieht man sich diese Profile dann an, merkt man, dass sich die Profile in ihrem Drang einzigartig zu sein, oft gleichen. Quasi eine Individualität der Masse.

Aber alleine die Tatsache, dass wir uns frei entscheiden können, wie wir sein wollen, zeigt den Wert der Vielfalt.

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Hand in Hand als Symbol für das Miteinander
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Roman Kraft

Miteinander

Wir Menschen sind soziale Geschöpfe. Ohne Kontakte zu anderen, ohne Gespräche, gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse, vereinsamen wir und leiden. Das Miteinander lässt uns dagegen aufblühen und kann sogar psychische Erkrankungen, zum Beispiel Depressionen, lindern helfen.

Aufgrund der Pandemie sollen wir aktuell jedoch unsere Sozialkontakte reduzieren und Abstand zu anderen halten. Gesellschaftliche Ereignisse und größere Veranstaltungen gibt es aufgrund der Lockdowns aktuell gar keine mehr. Das hat auch dazu geführt, dass wir teilweise gegeneinander statt miteinander leben. Manch einer beobachtet misstrauisch den Nachbarn, ob dort nicht doch mehr Personen anwesend sind als erlaubt.

Zum Glück ist das nicht immer und überall so und die Corona-Pandemie hat auch die positiven Seiten in uns zum Vorschein gebracht. Da wird für die Nachbarin in Quarantäne eingekauft und der Hund für jemand anderen Gassi geführt. Vor dem Besuch bei Opa im Altersheim lässt man sich testen, um keine Mitmenschen anzustecken. Familien tun sich zusammen, damit der kleine Buchladen einen Lieferservice anbieten kann. Es gibt sicher unzählige Beispiele, wie das Miteinander unser Leben gerade in so schwierigen Zeiten besser und schöner machen kann. Und jedes davon ist ein Grund für uns, um dem Miteinander eine imaginäre Valentinskarte zu senden.

Wissenschaftler arbeitet im Labor und befüllt Röhrchen
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – This is engineering Raeng

Wissenschaft

Auf den ersten Blick mag dieser Punkt Fragezeichen hinterlassen. Wissenschaft „lieben“, mit ihren staubigen, trockenen Fakten, den teilweise komplizierten Zusammenhängen und komplexen Lösungen? Doch, meinen wir, genau deswegen gehört die Wissenschaft zu unseren Top Five.

Sie liefert uns Antworten, die auf handfesten, überprüfbaren Informationen beruhen und nicht auf Meinungen. Wissenschaftliche Tests sind standardisiert, randomisiert (nicht bewusst gesteuert) und benötigen eine gewisse Stichprobengröße, um aussagekräftig zu sein.

Die Ergebnisse sind nachvollziehbar und können, denselben Aufbau vorausgesetzt, wiederholt werden. Auf diese Weise kann uns die Wissenschaft einen Ausweg aus der Krise zeigen, in Form von Impfstoffen oder Medikamenten, deren Wirkung und Verträglichkeit gut erforscht sind.

Zudem sieht sich die Wissenschaft immer nur als Berater der Politik und mischt sich nicht aktiv in diese ein. Wissenschaftler sprechen Empfehlungen aus und geben Ratschläge, unabhängig von der Partei oder der Person, die an der Macht ist. An dieser neutralen Haltung der Wissenschaft sollten wir uns viel öfter ein Beispiel nehmen.

Fernab von den üblichen Blumen und Schokoladen, mag unsere Liste für den diesjährigen Valentinstag zwar ein wenig überraschend erscheinen, doch es sind diese Dinge, die von uns allzu oft zu wenig wertgeschätzt werden. Genau mit diesen Dingen bekommen wir die Hilfe, die wir für unser Leben brauchen, um nicht nur die Corona-Krise so gut wie möglich zu bewältigen. Und allein dafür sollten wir die fünf Dinge, die wir lieben, doch feiern.