Am 21. August 2017 war es wieder soweit. In der Hamburger Fischauktionshalle versammelten sich Athleten und Athletinnen zur Verleihung des 15. Sport Bild Awards. Wir von der Techniker waren mit dabei. Als Kooperationspartner der Veranstaltung präsentierten wir den Preis für das „Comeback des Jahres“.

 

Einer Dopingkontrolle sei Dank

Im Frühjahr 2016 bekam der Fußball-Profi Marco Russ von Eintracht Frankfurt eine Diagnose, die sein Leben auf den Kopf stellte. Alles begann mit einer routinemäßigen Dopingkontrolle nach dem Bundesligaspiel gegen den SV Darmstadt 98. Für einen Spitzensportler eigentlich nichts Besonderes. Doch das Ergebnis des Tests war auffällig. In den Proben des damals 30-Jährigen wurde das Wachstumshormon HCG gefunden. Der Verdacht auf Doping wich aber schnell einer ernsten Befürchtung: Ein Tumor könnte für die hohen Werte verantwortlich sein.

Das Schicksal von Marco Russ zeigt, dass es wirklich jeden treffen kann.

Dr. Jens Baas, TK Vorstandsvorsitzender

Am 18. Mai 2016 dann die Gewissheit: Marco Russ war an Hodenkrebs erkrankt. Nur fünf Tage später wurde er operiert. Die Heilungschancen standen gut, der Krebs hatte noch nicht gestreut. Der Fußballer kämpfte um seine Gesundheit. Es folgten zwei Chemotherapien. Ihm fielen die Haare aus. Nach der Abschlussuntersuchung seiner Therapie im Oktober 2016 konnten seine Ärzte Entwarnung geben: Marco Russ gelte als geheilt. Für ihn stand fest: Ich will so schnell wie möglich wieder Fußball spielen. Er begann die Reha.

Schon im Wintertrainingslager trainierte der Innenverteidiger wieder mit der Mannschaft von Eintracht Frankfurt. Und am 28. Februar geschah, worauf Spieler, Funktionäre und Fans gehofft hatten: In der Nachspielzeit des Viertelfinalspiels des DFB-Pokals gegen Arminia Bielefeld wurde Marco Russ eingewechselt. Nur neun Monate nach seiner Krebsdiagnose stand er wieder gesund auf dem Platz.

Dr. Jens Baas gratuliert Marco Russ zum Sport Bild Award.

„Als Hochleistungssportler denkt man wahrscheinlich an alles, nur nicht ans Krankwerden. Doch Krebs macht vor niemandem Halt – auch nicht vor Profifußballern. Marco Russ ist aber auch ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man mit so einem schweren Schicksal umgehen kann – und genau das macht ihn besonders preiswürdig. Er hat gegen die Krankheit gekämpft, er hat gelernt, mit ihr umzugehen und ist gestärkt zurückgekehrt“, begründete unser Vorstandsvorsitzender, Dr. Jens Baas, die Auszeichnung Marco Russ’ zum „Comeback des Jahres“.

 

Häng dich rein für einen guten Zweck – am TK-Stand

Nach der Verleihung folgte der gesellige Teil des Abends. In der Hamburger Fischauktionshalle konnten sich die Gäste an zahlreichen Ständen austauschen und auspowern. An unserem Stand konnten sich die Sportler wortwörtlich richtig reinhängen. Je länger sie am Reck hingen, desto mehr Zeit wurde von uns für einen guten Zweck gespendet. Da ließen sich Nico Rosberg, Fabian Hambüchen, das Beachvolleyball-Duo Karla Borger und Margareta Kozuch, Moritz Fürste, Marcel Kittel und viele weitere Athleten nicht lange bitten.

Beachvolleyball-Damen mit Fabian Hambüchen am Reck.

Beachvolleyball-Duo Karla Borger und Margareta Kozuch mit Fabian Hambüchen am Reck.

Mit der gesammelten Zeit veranstalteten wir einen Verwöhnabend für Familien von schwerkranken Kindern und unterstützten die Veranstaltung „Hamburger Special Olympics“. So wurden zwei großartige Projekte für die Mission #weltverbessern umgesetzt!