weltverbesserer Machen 7 Natur-Dokus und -Serien, die ihr Euch anschauen solltet

7 Natur-Dokus und -Serien, die ihr Euch anschauen solltet

Foto: CCO Public Domain / Unsplash - Jonas Leupe, Chandu JS

Sind wir gestresst, sehnen wir uns nach Entspannung und Ruhe. Wer keine Zeit für ausgedehnt Ausflüge in die Natur hat, findet mit Natur-Dokus und -Serien die Möglichkeit, in ferne Welten abzutauchen. Wir haben sieben Beispiele, die ihr euch anschauen solltet, wenn ihr so richtig relaxen möchtet.

Von Natur-Dokus und -Serien in ferne Welten und Länder entführt zu werden, lässt uns für einen Moment die Anspannung des Alltags vergessen. Wer entspannen will, bekommt häufig die Empfehlung, statt auf den Bildschirm zu starren lieber Offline-Angebote zu nutzen. Doch wie eine Studie zeigt, kann das Schauen von Natur-Dokus und -Serien auch gegen Stress helfen, wenn dabei bestimmte Faktoren erfüllt sind.

Um sich nachhaltig zu erholen, müssen die eigenen Energiereserven immer wieder aufgefüllt werden. Indem du dir Natur-Dokus und -Serien anschaust, baust du Arbeits- und Alltagsstress ab und füllst gleichzeitig deinen Energiespeicher wieder auf.

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Natur-Dokus und -Serien schauen mit positivem Effekt

Ob krank, traurig, glücklich oder gestresst, Natur-Dokus und -Serien gehen einfach immer. Das tolle dran: Auch der Blick in die Natur durch die Mattscheibe kann helfen, abzuschalten und die inneren Akkus wieder aufzuladen. Denn Natur-Dokus und -Serien haben meistens tolle Bilder, warme Erzählerstimmen und entführen uns in fantastische Welten, die trotzdem echt und lebensnah sind. Im Lockdown werden sie nochmal ergreifender, weil wir viele der Orte, die wir da sehen, selbst gerade nicht besuchen können.

Ausblick auf Bergespitzen
Foto: CCO Public Domain / Unsplash – Daniel Sessler

Wildes Deutschland

In der großartigen Doku-Serie „Wildes Deutschland“ lernen wir, welche Orte wir vielleicht doch besuchen könnten, wenn die Maßnahmen wieder gelockert werden.

In epischer Breite und mit unglaublichen Bildern, werden uns Biotope nähergebracht, die wir vielleicht vom Hörensagen kennen, aber deren Vielfalt wir noch nicht kennen. Welche Vögel leben im Spreewald, wo verstecken sich die Rehe in der Uckermark. Wie wandelt sich die sächsische Schweiz im Laufe der Jahreszeiten, und wie holt sich die Natur die weggebaggerte Lausitz zurück? „Wildes Deutschland“ wirft einen neuen Blick auf unsere Heimat, der vor allem Lust macht, neue Reisepläne zu schmieden.

Ansicht Planet Erde aus dem All
Foto: CCO Public Domain / Unsplash – The New York Public Library

Unser Blauer Planet I + II

In dieser preisgekrönten Doku-Reihe von der BBC lernen wir die Tiefen des Meeres nochmal neu kennen. Man sagt ja, die Ozeane wären nicht so gut erforscht wie der Weltraum.

Bei „Blue Planet“ können wir das nacherleben. Wir erfahren, wie sich die Gezeiten auf Küstengebiete auswirken und bringen Licht in die stockdüstere Tiefsee. Dort gibt es Lebewesen, die bunt wie eine Diskokugel leuchten, und gruselige Würmer, die Haie fressen.

Aber die Doku zeigt auch, was solche Filme gut können: Nämlich, wie lustig die Natur auch ist. Wenn Einsiedlerkrebse sich um eine Muschel streiten, muss man immer wieder lachen, weil man nicht umhinkommt, sich diese Tiere als Menschen vorzustellen. Eine wunderbare Reise durch seichte Gewässer und große Tiefen.

Oktupus auf dem Meeresgrund
Foto: CCO Public Domain / Unsplash – Vlad Tchompalov

Mein Lehrer der Oktopus

Dieser Netflix-Film aus dem letzten Jahr schließt genau an „Blue Planet“ an, aber fokussiert sich nur auf ein einziges Tier. Der Fotograf Craig Foster leidet an Depressionen und entschließt sich deshalb, jeden Tag in Südafrika tauchen zu gehen. Dort trifft er einen Oktopus, der unter einem Stein wohnt. Über Monate freundet er sich mit dem Oktopus an, besucht ihn immer wieder, bis das Tier schließlich zutraulich wird.

Das ist eine der seltenen Dokumentationen, die uns das Leben eines einzelnen Tieres zeigt und ein Augenmerk darauf wirft, wie wenig wir eigentlich über seine Beweggründe und Fähigkeiten verstehen. Als die beiden sich verabschieden, hat man Tränen in den Augen, vielleicht aber auch, weil das Ganze eine Spur zu kitschig erzählt ist. Sehenswert ist der Film trotzdem.

Grizzly Bär liegt auf einer grünen Wiese und schaut in die Kamera
Foto: CCO Public Domain / Unsplash – Elizabeth Meyers

Grizzly Man

„Grizzly Man“ von Werner Herzog ist eine gute Ergänzung zu „My Octopus Teacher“. Wo jener Film das Eindringen des Menschen in den natürlichen Lebensraum eines Tieres beschreibt, zeigt Werner Herzog in „Grizzly Man“, wie Timothy Treadwell über Jahre bei den Grizzlybären in Alaska wohnt. Und irgendwann als einer von ihnen aufgenommen wird.

Und dann kommt die Tragödie. Klar, ist der Mensch auch ein Tier, aber Herzog zeigt in diesem lustigen, aber auch tieftraurigen Film, dass wir nicht einfach so wieder unter den Tieren leben können. Das ist eine bittere Botschaft, die aber auch zum Nachdenken anregt.

Blick am Morgen vom Strand auf das Meer mit kleinen heran spülenden Wellen
Foto: CCO Public Domain / Unsplash – Ze Ferrari

Das Salz der Erde

Sebastião Salgado ist einer der berühmtesten Fotografen der Welt. Er hat Arbeiter in der ganzen Welt begleitet, die brennenden Ölfelder in Kuwait fotografiert und ist für seinen Foto-Band „Genesis“ um die ganze Welt gereist. Darin will er zeigen, wie viel natürliche Schönheit in der Klimakrise auf dem Spiel steht, wie viel aber auch noch erhalten ist.

Dabei hat er sicher auch einige Grenzen überschritten, die fragwürdig sind. Zum Beispiel, wenn er indigene Völker fotografiert hat und mit diesen Fotos viel Geld verdient. Der Blick auf den Charakter Salgado selbst ist aber spannend, weil er das Geld, das er verdient, dafür benutzt, in Brasilien selbst wieder Regenwald anzupflanzen. Er fängt die Natur für seine Karriere ein, um ihr dann wieder etwas zurückzugeben. Man fühlt sich klein und unbedeutend, wenn man diesen Film sieht und kann trotzdem große Inspirationen aus ihm ziehen.

Blick in die Serengeti mit drei Löwenweibchen und einem Männchen in der Steppe vor Bäumen
Foto: CCO Public Domain / Unsplash – Hu Chen

Serengeti

In einer Liste mit Naturdokumentationen darf eine über Afrika natürlich nicht fehlen. Auch, wenn man das Gefühl haben könnte, „die großen Fünf“, also Nashorn, Büffel, Elefant, Löwe und Leopard schon oft gesehen zu haben: So wie bei „Serengeti“ hat man das noch nicht gezeigt bekommen.

Der deutsche Tierfilmer Reinhard Radke beschäftigt sich hauptsächlich mit der Massenwanderung der Gnus. Eine Million von ihnen legen jedes Jahr hunderte Kilometer durch die Steppe zurück, und werden natürlich immer wieder von ihren natürlichen Feinden angegriffen. Das ist beeindruckend, aber auch sehr spannend. Und: Man spart sich vielleicht den nächsten Safari-Trip, was den Geldbeutel und die Umwelt schont.

Waldkulisse mit Nadelbäumen unter darüber ziehenden Nebelschwaden
Foto: CCO Public Domain / Unsplash – Jay Mantri

Das geheime Leben der Bäume

Ein noch recht neuer Film in dieser Liste ist „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben. Der Förster ist mittlerweile ja fast sowas wie der Guru des deutschen Waldes.

Seine Bücher sind Bestseller und er wird oft in Talkshows eingeladen. Im Film geht es um das, was wir von unseren Wäldern nicht wissen. Nämlich, wie die Bäume untereinander und mit dem ganzen Biotop kommunizieren. Gleichzeitig folgt der Film Wohlleben selbst auf seine Vorträge und durch seine Waldgänge. Wir nehmen ihn als sympathischen Menschen wahr, der vor allem eines vermitteln möchte: Es gibt mehr vor unserer Haustür, als was wir dort zu erkennen meinen.

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