weltverbesserer Leben Nachhaltige Weihnachten: 9 Tipps für ein entspanntes Fest

Nachhaltige Weihnachten: 9 Tipps für ein entspanntes Fest

Foto: Christin Klose / stock.adobe.com

Wer statt sich den Bauch vollzuschlagen nachhaltige Weihnachten feiert, besinnt sich gleichzeitig auf das, was bei dem Fest wirklich zählt: Achtsamkeit, Ruhe und Zeit mit den Liebsten. So kann Weihnachten zugleich köstlich und nachhaltig sein. Wir haben neun Tipps, die zeigen, was man dabei beachten sollte.

Weihnachten ist das Fest der Liebe – und des guten Essens. Wir treffen uns mit unserer Familie und unseren Freund:innen, tauschen Geschenke und nette Worte und essen vieles, auf das wir uns oft wochenlang schon freuen. Doch was lecker ist, ist oft viel zu süß, viel zu fett und viel zu viel. Heute stehen – im Gegensatz zu früher – bereits in der Adventszeit Konsum und Schlemmerei im Vordergrund. Grund genug mal ein nachhaltiges Weihnachtessen zu servieren und sich damit gleich auch noch einiges an Stress zu ersparen.

Gutes in Zahlen

Weihnachten ist auch in den Kochtöpfen ein Fest der Traditionen: 33 Prozent der Deutschen tischen Würstchen mit Kartoffelsalat auf, 27 Prozent gönnen sich Heiligabend einen Entenbraten, bei 21 Prozent gibt es Gänsebraten, 17 Prozent lassen beim Raclette den Käse fließen und 12 Prozent wollen es noch käsiger und servieren zu Weihnachten Fondue. Bei der Hälfte der Deutschen gibt es zudem Kekse wie Vanillekipferl, Spekulatius oder Zimtsterne, genauso wie Lebkuchen. 40 Prozent freuen sich über einen Schokoweihnachtsmann. So landen 144 Millionen Schokoweihnachtsmänner und 600.000 Gänse in den Bäuchen. Marzipan, Rosinen und Orangeat gespickte Stollen begeistern dagegen nur 37 Prozent der Deutschen.

Symbolbild nachhaltige Weihnachten Korb mit Gemüse wie Karotten und Zwiebeln
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Das leckerste Fest des Jahres: Nachhaltige Weihnachten

Doch egal, was wir uns gerne gönnen: Bei all den Köstlichkeiten wundert es kaum, dass jeder zu Weihnachten durchschnittlich 370 Gramm zunimmt. Doch das muss gar nicht sein: Mit kleinen Veränderungen kannst du ein Fest feiern, dass deinem Körper, deiner Psyche und dem Planeten richtig guttut. Dafür haben wir neun Tipps für dein besinnliches Fest.

Tipp 1 für nachhaltige Weihnachten: Bewusst einkaufen

Weihnachten spendieren wir uns gerne etwas Gutes. Neben dem besten Geschmack können dich auf der Suche nach dem perfekten Festtagsköstlichkeiten auch Label wie das Fair-Trade-Siegel oder verschiedene Bio-Label leiten. Das deutsche Bio-Siegel gibt dir beispielsweise auf einen Blick Auskunft darüber, dass das Produkt ohne Gentechnik, synthetische Pflanzenschutzmittel oder von leicht löslichen mineralischen Düngern erzeugt wurde. Ebenso zeigt dir das Siegel, dass keine Geschmacksverstärker in dem Produkt stecken, keine künstlichen Aromen, Farbstoffe oder Emulgatoren.

Das Fair-Trade-Siegel zeigt dir zudem, dass dein Kaffee oder deine Schokolade von Menschen hergestellt wurde, die von ihrer Arbeit auch wirklich leben können. Denn gerade bei diesen Köstlichkeiten herrschen oft unmenschliche Arbeitsbedingungen. Deshalb machst du den Menschen in den Anbauländern und deinem Gewissen ein schönes Geschenk, wenn du dich für Fair-Trade unter dem Weihnachtsbaum entscheidest.

Festliche gedeckte Tafel
Foto: CC0 Public Domain / Pexels – Picjumbocom

Tipp 2: Bei Fleisch auf Bio-Fleisch achten

Dass Bio-Fleisch gesünder ist, konnten wissenschaftliche Studien bislang nicht eindeutig beweisen. Doch es scheint mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren zu enthalten als Fleisch aus konventioneller Haltung.  Doch wenn zu Weihnachten Fleisch auf den Tisch soll, gönn dir dieses Jahr doch mal eine Bio-Gans oder ein glückliches Kälbchen.

Denn mit Tieren aus artgerechter Haltung, tust du den Tieren, den Landwirt:innen und dem Planeten einen Gefallen. Auch das Frühstücksei kann zu Weihnachten ein bisschen mehr Tierliebe erfahren, wenn du dich für Eier von einem Bauernhof entscheidest, bei dem die Bruderküken ebenfalls aufgezogen werden.

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Tipp 3: Bei Fisch auf Bio- und Umweltsiegel achten

Wenn du Fisch-Fan bist, können dich das MSC– oder das ASC-Umweltsiegel zu einem nachhaltigen Weihnachtsessen leiten. MSC ist ein Siegel für nachhaltigen Fisch aus Wildfang, und ASC für Fisch aus verantwortungsvoller Zucht. Beide Siegel zeigen dir, dass dein Weihnachtsfisch mit etwas mehr ökologischem Bewusstsein auf deinen Teller gebracht wurde als bei herkömmlichem Fischfang.

Adventskalender mit beleuchteten Tannenbäumen und Häuschen in Weiß
Foto: CC0 Public Domain / Pexels – Torsten Dettlaff

Tipp 4: Wähle statt einem Schoko-Adventskalender lieber eine Alternative

Bis ins 16. Jahrhundert gab es zu Nikolaus Geschenke für die Kinder. Das fand der Gründer der evangelischen Kirche, Marin Luther aber nicht so gut, da er die Verehrung der Heiligen ablehnte. Und damit verschwand die Tradition allmählich. Stattdessen gab es zu Weihnachten Geschenke. Um den Kindern die nun längere Wartezeit zu versüßen, erfanden die ersten Protestanten den Adventskalender.

1920 gab es den ersten Adventskalender, wie wir ihn heute kennen: mit kleinen Türchen zum Aufmachen. Damals fand sich hinter den Türchen keine Schokolade, sondern kleine Bilder oder Sprüche. Diese Idee kannst du heute wieder aufgreifen: Statt einen Schokokalender zu verschenken, kannst du beispielsweise ein nettes Kompliment oder einen schönen Spruch auf einem Zettelchen hinter jedem Türchen verstecken.

Symbolbild nachhaltige Weihnachten Pralinenschachtel mit Schokoladenpralinen
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Food Photographer Jennifer Pallian

Tipp 5: Für nachhaltige Weihnachten verwende weniger Zucker

Hat deine Oma Diabetes? Oder hast du selbst einfach mal Lust, weniger Zucker zu dir zu nehmen? Dann findest du im Internet zahlreiche Tipps dazu, wie dir Weihnachtsklassiker wie Plätzchen und Kuchen auch mit weniger Zucker gelingen. Wie schlecht Zucker sein kann, haben wir ja bereits unter die Lupe genommen. Eine Studie zeigte, dass Menschen, die weniger Zucker zu sich nahmen, ein um 57 Prozent niedrigeres Risiko für krankhaftes Übergewicht, und ein um 42 Prozent geringeres Risiko für Diabetes haben. Weniger Zucker zu essen, ist also ein schönes Weihnachtsgeschenk an deine Gesundheit.

Symbolbild nachhaltige Weihnachten Winterlandschaft mit verschneiter Allee
Foto: CC0 Public Domain / Pexels – Freestocksorg

Tipp 6: Mache einen Verdauungsspaziergang

Spazieren gehen ist gesund: für deinen Körper und deinen Geist. Selbst bei bedecktem Winterhimmel kannst du Sonnenlicht tanken. Und das ist wichtig dafür, dass dein Körper mit Vitamin D versorgt ist und du deine gute Weihnachtslaune behältst.

Tipp 7: Wähle essbare Deko für ein nachhaltiges Fest

Zuckerstangen, Zuckerkringel und verpackte Süßigkeiten schmücken und schmecken. Doch statt den Tannenbaum mit übersüßen Dingen zu dekorieren, lässt sich auch aus kleinen Äpfeln und Walnüssen hübscher Weihnachtsbaumschmuck basteln: An schöne rote Bänder gebunden sorgen sie für nachhaltige Schönheit.

Essbarer Weihnachtsschmuck ist gut für die Umwelt und riecht oft auch gut: Wenn du beispielsweise eine Orange mit Anis spickst, hast du ein hübsches Element für die Festtafel – das über Wochen einen weihnachtlichen Duft verströmt. Und wenn du dich für die essbare Deko entscheidest, schenkst du dir damit eine Menge Vitamin C mit Äpfeln, Orangen oder Clementinen. Die Walnüsse versorgen dich mit B-Vitaminen, Kalium und Kalzium, Zink, Magnesium, Eisen und gesunden Ölen. Gesünder kann der Festschmuck kaum sein.

Symbolbild nachhaltige Weihnachten gedeckte Festtafel mit Tannenzweigen, Zapfen und Kerzen
Foto: CC0 Public Domain / Pexels – Nicole Michalou

Tipp 8: Genieße gesunde Fette

Fett ist nicht gleich Fett: So stecken in der Buttercremetorte und dem fetten Braten andere Fettsäuren als im Salatdressing aus kalt gepresstem Olivenöl. Untersuchungen zeigen immer wieder, dass die Transfettsäuren aus Junk-Food unserem Gehirn schaden und uns schlechte Laune machen können. Entscheide dich deshalb bei dem Weihnachtsmenü also lieber für Öle wie Lein-, Oliven- oder Walnussöle, die reich an gesunden Omega-3-Fettsäuren sind. Diese schmeicheln denen, Zellen und vor allem auch deinem Gehirn. Denn wir unterschätzen oft, wie wichtig Fett für unser Denkorgan ist.

Symbolbild für nachhaltige Weihnachten Mann treibt im Winter Sport und joggt eine Straße entlang
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Christian Lue

Tipp 9: Bringe dich in Schwung

Das Schöne an den Feiertagen ist, dass wir ein paar Tage freihaben – und Zeit für neue Gewohnheiten. Statt auf das neue Jahr und die guten Vorsätze zu warten, kannst du schon an den Feiertagen in die Laufschuhe oder den Hula-Hopp-Reifen schlüpfen und direkt loslegen. Die Techniker Krankenkasse hat noch mehr gute Tipps zum Fett verbrennen. Und vielleicht bringt dir der Weihnachtsmann ja eine neue Leggins oder eine Kettlebell, damit du direkt starten kannst. Nach einem guten Workout schmeckt der Schokiweihnachtsmann gleich doppelt so gut.

Nachhaltige Weihnachten ist eine Entscheidung

Viele der klassischen Weihnachtstraditionen lassen dir großzügigen Raum, selbst zu entscheiden, was auf die Festtafel kommt. Wenn du ein paar kleine Tricks und Kniffe anwendest, wird das Weihnachtsfest nicht nur nachhaltig, sondern auch gleichzeitig lecker und dabei gesundes. Ein perfekter Anlass für ein frohes Fest und damit gleichzeitig für einen gesunden Start in das neue Jahr.

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