weltverbesserer Machen Micro-Abenteuer statt Mega-Urlaub

Micro-Abenteuer statt Mega-Urlaub

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Ja, wir alle sehnen uns nach einem Tapetenwechsel. Doch es wird noch etwas dauern, bis wir auch bei Urlaubsreisen wieder zu einer neuen Normalität finden. Wir haben die besten Ideen, wie ihr euch trotzdem gut erholen könnt.

Wer hatte Urlaubspläne für den Sommer 2020? Wahrscheinlich wir alle. Doch die wurden von der Coronakrise nahezu komplett über den Haufen geworfen. Und das gilt immer noch: Reisebeschränkungen fallen erst zögerlich, Grenzen werden nur vorsichtig geöffnet und in den sonst überfüllten Touristenhochburgen gelten strenge Auflagen und Abstandsregeln.

Das ist auch gut so, denn natürlich schwebt über den Urlaubsorten noch immer die Gefahr eines plötzlichen Anstiegs von Infektionen, der dann wiederum zu einem lokalen Lockdown führen würde. Für große Diskussion sorgt auch, dass einige Regionen Menschen aus Regionen mit vielen Infektionen gar nicht als Urlauber haben wollen. Es bleibt also schwierig.

Doch es muss ja nicht immer die Südsee sein. Auch Ferien in der Region und sogenannte „Mikroabenteuer“ in der näheren Umgebung können viel Spaß machen. Wir haben die besten Ideen für euch zusammengestellt, wie ihr euren Urlaub trotz Corona so richtig genießen könnt.

Sommerurlaub daheim

Wer sagt denn, dass der Urlaub Zuhause nicht genauso spannend und erholsam sein kann wie eine Fernreise? Die Idee: Statt eines langen Trips lieber Tagesausflüge unternehmen. In kurzen Ausflügen einfach mal die Umgebung entdecken, in der du lebst – ihr werdet erstaunt sein, was man alles noch nicht kennt.

Ein kleiner Trost: Weniger Fernreisen sind nicht nur gut für die Umwelt, es schont auch den Geldbeutel, der bei vielen durch die Coronakrise ebenfalls unter Druck ist. Und noch ein Trost: Nahurlauber sind nicht allein – fast die Hälfte der Deutschen gab in einer Umfrage an, in den Ferien 2020 eher auf Tagesausflüge zu setzen.

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1.    Tourist in der eigenen Stadt

Mal ehrlich: wer von uns hat schon einmal Sightseeing in seiner Heimatstadt gemacht? Spielt doch mal Tourist in der eigenen Stadt, in der ihr lebt (oder in einer interessanten Stadt in der Nähe) und besucht die Sehenswürdigkeiten. Oder bucht eine Stadtführung und lernt eure Stadt mit anderen Augen kennen.

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2.    Ein Tag im Museum

Corona-bedingt mussten viele Museen in den letzten Monaten schließen. Doch mittlerweile haben fast alle wieder geöffnet, wenn auch mit Auflagen. Noch sind sie wenig überlaufen: Macht doch einmal einen Ausflug in eines (oder mehrere?) der Museen in eurer Nähe. Zum einen seid ihr drinnen vor Regen und Hitze geschützt, zum anderen gibt es in so manchem Museum viele interessante Dinge zu bestaunen, für die ihr sonst nie Zeit gehabt hättet.

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3.    Folge dem Hinweisschild

Jeder Autofahrer kennt sie: die braunen Schilder neben der Autobahn, die auf interessante Plätze und Sehenswürdigkeiten einer Region hinweisen. Warum nicht einfach mal darauflos fahren und sich von solchen Schildern an bislang unbekannte Orte führen lassen?

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4.    Zug ins Ungewisse

Ganz ähnlich funktionieren Mikroabenteuer mit der Bahn (und nein, wir meinen nicht die Zugverspätungen). Sucht euch nach dem Zufallsprinzip einen Bahnhof aus, bucht euch ein Ticket und erobert das Ziel. In vielen größeren Orten gibt es Touristeninformationen, die euch sicher gern ein paar Tipps dafür geben.

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5.    Einfach mal nichts tun

Ja, wirklich! Einfach einen Tag lang abschalten, bewusst nichts planen und nur das tun, worauf ihr Lust habt. Vielleicht das Buch lesen, das schon so lange im Regal liegt? Einen guten Film streamen? Urlaub muss nicht immer voller Action sein. Probiert doch einmal ein paar Achtsamkeitsübungen aus, leg euch dazu ins Gras oder den Liegestuhl und lauscht den Geräuschen in eurer Umgebung. Solche Auszeiten sind Balsam für die Seele, quasi ein „Urlaub im Urlaub“.

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6.    Tapetenwechsel im Urlaub

Nicht jeder Mensch schafft es im Urlaub Zuhause wirklich abzuschalten. Aufgrund der Corona-Pandemie sind 2020 die möglichen Reiseziele jedoch recht eingeschränkt. Zwar sind mittlerweile (Stand Ende Juni) in vielen europäischen Ländern die Grenzen wieder geöffnet, doch dies kann sich bei einer zweiten Infektionswelle rasch wieder ändern. Ein Urlaub innerhalb Deutschlands ist da eine etwas sicherere Option.

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7.    Fahrrad statt Flugzeug

Mit dem Fahrrad zu verreisen ist immer ein Erlebnis, egal ob als Tagesausflug oder mehrtägige Radtour. Man bewegt sich langsamer fort, hat mehr Zeit, die Umgebung zu betrachten und Pausen sind nicht an bestimmte Plätze gebunden. Mit dem Routenfinder des deutschen Fahrrad-Clubs ADFC könnt ihr euch individuelle Strecken zusammenstellen, ganz nach Lust und Laune. Achtet nur darauf, auch auf dem Fahrrad alle Sicherheitsmaßnahmen, etwa den Mindestabstand, einzuhalten.

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8.    Nordsee und Ostsee statt Mittelmeer

Die deutschen Strände müssen sich keineswegs vor denen an der Adria oder am Mittelmeer verstecken. Das Wasser ist vielleicht nicht ganz so warm, dafür fällt die Sprachbarriere weg und die Anreise ist meist auch einfacher (und umweltschonender) als in die Mittelmeerregion.

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9.    Camping statt All Inclusive Clubs

Irgendwo ein Zelt aufschlagen, Lagerfeuer und etwas Leckeres grillen, keine anderen Menschen in der Nähe, das ist in etwa die romantische Idealvorstellung von Camping. So ganz lässt sich das im Urlaub 2020 aber nicht umsetzen. Zum einen, weil ihr zum Campen, egal ob mit Wohnmobil oder Zelt, die Erlaubnis des Grundstücksbesitzers brauchst. Zum anderen, weil moderner Komfort wie eine warme Dusche doch ganz angenehm ist.

Trotzdem ist Camping eine sehr individuelle Art des Reisens, bei der ihr bestimmt, wie lange ihr an einem Ort bleiben wollt. In der aktuellen Situation hat campen gleich auch noch einen Vorteil, ihr müsst euch nur für sehr kurze Zeit, beispielsweise beim Duschen, mit fremden Menschen in einem geschlossenen Raum aufhalten.

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10.    Nachbarländer statt Weitweitweg

Eines steht jedenfalls fest: egal ob Balkonien, Deutschland oder im europäischen Ausland, der Urlaub 2020 wird durch die Corona-Pandemie komplett anders verlaufen, als wir es Anfang des Jahres geplant hatten. Aber wer weiß, ob das nicht sogar viel entspannter und schöner wird als der übliche Strandurlaub. Die Hauptsache ist, ihr freut euch auf den Sommer, genießt die Natur und die Freizeit. Dann ist es letztlich egal wohin ihr fahrt. Hauptsache Urlaub!