weltverbesserer Leben Ehrenamtliches Engagement – Verändere die Welt, mit einer guten Tat nach der anderen

Ehrenamtliches Engagement – Verändere die Welt, mit einer guten Tat nach der anderen

CCO Public Domain / Unsplash - Jem Sahagun

Ein Interview mit den Gründern von Letsact – deiner Volunteering App für ehrenamtliches Engagement.

„Bürgerschaftliches Engagement ist für individuelle Teilhabe, gesellschaftliche Integration, wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand, kulturelles Leben sowie stabile demokratische Strukturen und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt unerlässlich und spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von Herausforderungen und Problemen unserer Gesellschaft.“ so die Ergebnisse des zweiten Engagement Berichts. Ehrenamtliches Engagement nimmt sehr wichtige Funktionen in unserer Gesellschaft ein, deswegen wird es auch oft als „Kitt oder Bindekraft der Gesellschaft“ bezeichnet.

„Verändere die Welt, mit einer guten Tat nach der anderen“ ist das Motto des Startups letsact . Mit verschiedene Volunteering Tätigkeiten können wir alle die Welt zu einem besseren Ort machen. Und dabei müssen wir uns gar nicht auf eine einzige NGO oder Verein fokussieren oder uns verpflichten. Die App macht Volunteering einfach und damit gute Taten möglich für alle. Wir haben uns mit den Gründern unterhalten.

Warum braucht die Welt „letsact“?

In einer Zeit, in der sich jeder mit einem Klick eine fremde Wohnung oder ein Taxi buchen kann, sollte man auch genauso einfach einen sozialen Impact leisten können. Das wird mit letsact möglich: Die Plattform bringt Helferinnen und Helfer sowie Hilfesuchende in ganz Deutschland einfach zusammen. Das Besondere ist, dass jede Person selbst entscheiden kann, wie oft, wie lange und wofür sie sich engagiert und ob sie den sozialen Impact zeitlich oder geldlich leisten möchte – letsact bietet eine Plattform für all diese verschiedenen Bedürfnisse.

Die Gründer von letsact
Foto: Privat

Wie seid ihr dazu gekommen eine App für ehrenamtliches Engagement zu starten?

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass der Einstieg in ein freiwilliges Engagement oftmals gar nicht so einfach ist. Jeder dritte Deutsche würde gerne ehrenamtlich etwas Gutes tun, aber oft weiß man gar nicht, wie oder wo man da anfangen soll. Deswegen haben wir letsact gegründet: Wir wollen es den Menschen leicht machen, einen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten.

Lies dazu auch: Auf gute Nachbarschaft: Warum Gesellschaft am Gartenzaun beginnt

Was ist der Unterschied zwischen dem Engagement bei einer NGO oder einem Verein?

An sich vermitteln wir freiwillige Tätigkeiten bei NGOs oder Vereinen. Der Unterschied ist aber, dass man sich theoretisch nicht binden muss: Auf letsact befinden sich auch Projekte, die einmalig Unterstützung brauchen. Somit kann man viel flexibler und vielseitiger aktiv werden. Aber natürlich sind die Organisationen und Vereine immer über langfristige Freiwillige dankbar. Ohne diese wäre die Arbeit dort nicht möglich.

Was für verschiedene Tätigkeiten kann man bei euch machen?

Das ist wirklich sehr verschieden: Von der klassischen Nachhilfe, Mentoringprogrammen, Essensausgabe, sportlichen Freizeitgestaltung, Besuchsdiensten im Altenheim oder Unterstützung im Repair-Café ist alles dabei. Es gibt inzwischen auch viele Projekte, die von zu Hause aus unterstützt werden können z.B. redaktionelle -, Social-Media- oder Fundrainsing-Tätigkeiten oder aber das Telefonieren mit einsamen Menschen. Ab und zu gibt es auch ganze Aktionswochen oder Festivals, die komplett ehrenamtlich gestemmt werden. Dafür wird Hilfe in sämtlichen Bereichen benötigt.

Wie machen wir mit ehrenamtlichen Engagement die Welt zu einem besseren Ort?

Ganz praktisch sieht man das natürlich an den Menschen, denen wir helfen: der aufblühenden Oma nach dem Café-Klatsch, dem auf einmal nicht mehr schüchterne Kind beim Fußballspielen, den dankbaren Augen bei der Essens- oder Kleiderausgabe oder dem strahlenden Grinsen, nachdem das Fahrrad repariert wurde. Darüber hinaus wandelt das freiwillige Engagement aber auch unsere Sicht auf die Dinge: Wir werden einerseits dankbarer für das, was wir haben und können es mehr wertschätzen. Andererseits wird unser Blick für die Menschen um uns herum geschärft. Wir gehen respektvoller miteinander um und wachsen als Gesellschaft mehr zusammen.

Paul Bäumler: Paul hat letsact 2017 aus dem Studium an der Universität St. Gallen heraus gegründet. Mit der Motivation Gutes tun leichter zugänglich zu machen und so mehr Leute dazu zu inspirieren es auch zu tun. Wenn er nicht gerade wie wild am Arbeiten ist, reist er am liebsten in der Welt herum, seine letzten Reisen führten ihn quer durch Mexico, Kalifornien und Südafrika.

Ludwig Petersen: Ludwig hat letsact 2017 aus der Motivation gegründet, einem Raum zu kreieren, indem jeder Mensch einfach Gutes tun kann. Er ist Perfektionist und Idealist und verbringt seine Freizeit gerne mit Freunden beim Surfen am Eisbach.

Auch die Techniker Krankenkasse setzt sich für ehrenamtliches Engagement ein. Wie ihr euch auch neben Letsact engagieren könnt, lest ist am besten bei der TK nach.

Schlagwörter: