weltverbesserer Leben Diese 6 Filme und Serien sind Balsam für die Seele

Diese 6 Filme und Serien sind Balsam für die Seele

Foto: Aleksandar Nakic / istock.com

Irgendwie bezeichnend, dass der November mit einem „No“ beginnt. Besonders lebensbejahend fühlt sich dieser Monat nämlich nicht an. Machen wir also das Beste draus. Machen wir es uns Zuhause einfach so richtig gemütlich.

Wir haben Serien und Filme für euch herausgesucht, die eure Flimmerkiste zum lodernden Kamin machen, die sich wie eine Wolldecke um euer Gemüt schmiegen und euch die kalte, raue Welt da draußen mal für eine Weile vergessen lassen. Diese Filme und Serien sind Balsam für die Seele.

1. Film „Little Women“

Louisa May Alcotts Buch “Little Women” ist in der anglo-amerikanischen Welt ein richtiger Klassiker, der schon unzählige Male verfilmt worden ist. Schauspielerin und Regisseurin Greta Gerwig hat sich im letzten Jahr nochmal an diesen Stoff herangetraut und einen der schönsten Winter-Filme in jüngerer Erinnerung geschaffen. Es geht um die fünf March-Schwestern, die bei ihrer liebevollen Mutter auf dem Land wohnen, während gerade der Bürgerkrieg tobt.

Es entstehen Liebschaften, sie gehen wieder auseinander und jede der Schwestern versucht irgendwie ihren Platz in der Welt zu finden. Einerseits bietet der Film viele feministische Anknüpfungspunkte, da Gerwig die Geschichte nochmal ein bisschen moderner interpretiert, als die älteren Versionen, andererseits ist das ein fantastischer Film über Familie und Schwesternschaft. Die Little Women reden durcheinander, wuseln umeinander herum und auch, wenn man vielleicht selbst nicht mit so vielen Geschwistern aufgewachsen ist, vermittelt der Film ein ganz wohliges Gefühl von Zusammenhalt und Familie, ohne komplett im Kitsch zu versinken. Eine Meisterleistung und große Empfehlung für die kälteren Tage, die sich wie Balsam auf die Seele legt.

2. Serie „Stolz und Vorurteil“

Wer Lust auf wohlige Historienstoffe hat, stolpert früher oder später über die Verfilmungen von Jane Austens Literatur. Gerade jüngere Generationen kennen sicherlich den “Stolz und Vorurteil” mit Keira Knightley.

Wirklich lohnenswert ist auch die Serie aus den 1990ern, die Colin Firth in die Berühmtheit katapultiert hat. Auch hier geht es – wie bei Little Women – um fünf Schwestern, diesmal aus dem England des 19. Jahrhunderts. Alle sind unverheiratet und suchen nach dem Partner für’s Leben. Als schließlich der mysteriöse Mr. Darcy in die Nachbarschaft zieht, entsteht eine Hassliebe zur zweitältesten Schwester Elisabeth.

An der Serie ist sehr zu loben, dass sie sich nah an Austens Vorlage hält und die ganzen Charaktere dadurch viel feinfühliger zeichnen kann. Wirklich toll ist aber, dass man in dieser durchaus kitschigen Welt viel länger versinken kann als im späteren Spielfilm. Eignet sich vor allem um bei einer Kanne Tee und reichlich Gebäck die reale Welt da draußen für einen langen Moment zu vergessen.

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3. Film „Hamilton“

Die größte Musical-Sensation der jüngeren US-Geschichte ist seit diesem Jahr auf Disney+ zu sehen. In “Hamilton” erzählt ein Ensemble aus PoC-Schauspieler*innen (People of Colour) die Geschichte des US-Gründungsvaters Alexander Hamilton und das Stück ist wirklich eine Wucht.

Die Mischung aus Hip-Hop, RnB und historischen Informationen wirbelt fast drei Stunden lang wie ein Derwisch über den Bildschirm, das Bühnenbild ist minimalistisch, die Choreografie atemberaubend und die Musik so eingängig, dass man schon beim zweiten Refrain mitsingen kann. Das Musical ist dafür kritisiert worden, dass es Hamilton, der selbst Sklaven besessen hat, in ein zu rosiges Licht rückt, und damit sogar verklären würde. Darüber lässt sich tatsächlich streiten, aber das Hamilton ein wunderbares Spektakel ist, dass sich gerade für dunkle Tage anbietet, steht außer Frage.

4. Serie „Friends“ (oder eine andere Sitcom)

Gerade in Zeiten von Social Distancing können Serien, bei denen es um Freundschaften geht, ein gutes Gefühl geben. Sie geben uns das Gefühl jemandem zuzuhören, den wir kennen. Ob es dabei um eine Sitcom oder eine Filmreihe geht, ist dabei egal. „Friends“ ist hierfür ein Paradebeispiel und bildet einen wichtigen Ausgangspunkt in der Serienwelt.

Die Serie hat selbst viel von früheren Serien wie „Seinfeld“ übernommen und andere erfolgreiche Sitcoms wie „How I Met Your Mother“ inspiriert. Aktuell erlebt „Friends“ wieder ein großes Revival und Streaming-Anbieter zahlen viele Millionen Dollar für die Ausstrahlungsrechte. Ob man heute noch über jeden Witz aus „Friends“ lachen kann, kann man diskutieren, aber das wohlige Gefühl, mit Chandler, Phoebe, Joe, Ross, Rachel und Ross im Café Central Perk zu sitzen, kann gerade in Zeiten des Social Distancing sehr schön und ungemein tröstlich sein.

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5. Film „Call Me By Your Name“

Es gibt kaum einen Film, der das Gefühl von Sommer so sehr transportiert wie „Call Me By Your Name“. Er fühlt sich vielleicht nicht an wie eine warme Decke, aber gerade in kalten und ungemütlichen Zeiten fällt es einem manchmal schwer, sich daran zu erinnern, wie es im Sommer gerochen, geklungen oder geschmeckt hat.

Dieser italienische Landurlaub, bei dem sich zwei Männer unsterblich ineinander verlieben ist nicht nur bittersüß, sondern auch sehr belebend. Da gleitet man genüsslich mit in den Pool und tanzt in einer Sommernacht zu 80er-Disko-Song. Der Zuschauer ist gefühlt mit dabei, wenn barfuß Klavier gespielt und auf der Rennradtour Pause gemacht wird, um ein kühlendes Glas Wasser zu trinken. „Call Me By Your Name“ ist ein wunderschöner Liebesfilm, der das Gefühl eines verliebten Sommers perfekt verkörpert.

6. Serie „Over the Garden Wall“

Es gibt viele gute Animationsserien, aber „Over the Garden Wall“ ist vielleicht die beste, die je gemacht wurde. Als sie 2014 erschien, war sie gar nicht mal so erfolgreich, mittlerweile hat sie sich jedoch zu einem absoluten Geheimtipp gemausert.

In der Serie muss sich das Geschwisterpaar Wirt und Greg zusammen durch eine düstere, fast grimmsche Märchenwelt schlagen. Jede Folge ist nur 11 Minuten lang, und hat eine wunderbare herbstliche Stimmung. Das wird vor allem durch die tollen traditionalistischen Folksongs und Orchesterstücke verstärkt. Das großartige an der Serie ist, sie folgt einer klaren Handlung. Zudem erfahren wir am Ende, wer diese beiden Jungen eigentlich sind, und was sie in dieses magische Land verschlagen hat. Es braucht nur einen Abend, um diese Serie komplett anzuschauen, aber hier ist Wiederholungsgefahr garantiert.