weltverbesserer Leben Diese 5 Science Fiction Filme zeigen, was die Zukunft bringen könnte

Diese 5 Science Fiction Filme zeigen, was die Zukunft bringen könnte

Fotos: silverkblack / stock.adobe.com; CC0 Public Domain / Unsplash - Alexander Andrews

Unsere Lebenserwartung ist heute länger als jemals zuvor. Damit wir gesund alt werden können, haben wir Zugang zu vielen gesundheitlichen Dienstleistungen, die sich Menschen vor 100 Jahren noch nicht hätten vorstellen können. Wir leben heute also fast schon ein wenig in unserer eigenen Science-Fiction. Diese fünf Filme zeigen, wohin die Reise noch gehen könnte.

Länger leben, dabei gesund bleiben und ein gutes Leben für alle ermöglichen – das sind Vorstellungen, die sicher jeder für sich und die nahe oder ferne Zukunft wünscht. Nur ungerne setzten wir uns mit negativen Dingen auseinander, die genau jene rosigen Vorstellungen beeinträchtigen könnten. Dennoch ist es wichtig, sich mit möglichen Szenarien auseinander zu setzen, auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht nicht gleich das versprechen, was wir uns von einer idealen Zukunft erhoffen.

Was Science Fiction Filme können, ist, ein Bild zu zeichnen wie es sich entwickeln könnte, wenn Gesellschaft und Menschen nicht aufeinander achten. Hier liegt gleichzeitig die große Chance: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Wenn sich die Welt und die Menschen mit dem was kommen könnte auseinandersetzen und frühzeitig den Hebel in eine gute und richtige Richtung justiert, haben alle die Chance auf ein richtig gutes Leben – auch in der Zukunft. Wir stellen euch fünf dieser Filme vor.

Zwei Hände halten türkisfarbenen Sand in die Kamera, der durch die Finger rinnt als Symboldbild für Science Fiction Filme In Time
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Ben White

In Time

Im Science-Fiction-Blockbuster „In Time“ ist die Menschheit längst unsterblich geworden, zumindest theoretisch. Menschen altern nicht mehr, alle sehen aus wie 25. Das Problem: Viele werden auch nicht älter als 25 Jahre werden. Die Gesellschaft ist ganz klar nach Klassen aufgeteilt und vor allem arme Menschen arbeiten für ihre Lebenszeit, die sie als Tattoo auf ihrem Arm ablaufen sehen. Die Reichen hingegen können sich unendliche Lebenszeit leisten.

Justin Timberlake spielt einen Arbeiter, der von einem Fremden viele Jahre an Lebenszeit geschenkt bekommt. Mit dieser Zeit bekommt er Zugang in die Kreise der Reichen und Mächtigen, wo ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, als ihm die Machthaber dieser Gesellschaft auf die Schliche kommen.

Auch wenn „In Time“ eine Dystopie ist, so müssen wir feststellen, dass der Film auch ein Spiegelbild unserer Zeit ist. Reiche Menschen im Westen haben besseren Zugang zu medizinischer Versorgung, die ein Leben verlängern kann, im globalen Süden, kann schon ein kleiner Arbeitsunfall gefährlich werden. „In Time“ zeigt uns, dass die medizinischen Fortschritte auf einer Seite des Globus, auch Fortschritte auf der anderen Seite bringen müsste, sonst ist das ungerecht.

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Inception

Jeder von uns träumt. Jede Nacht. Aber meistens können wir uns nicht an unsere Träume erinnern. Denn unsere Träume haben oft etwas mit unseren verborgenen Wünschen zu tun. Das wird auch daran ersichtlich, dass man mit dem Wort „Traum“ auch einen gehegten Wunsch bezeichnen kann.

Gleichzeitig sind Träume seltsame Zerrbilder dessen, was wir am Tage erlebt haben, oder auch, wovor wir uns fürchten. Christopher Nolan hat sich dieser Idee in seinem Science-Fiction-Thriller „Inception“ genähert. Ein Team von Traum-Agenten, angeführt von Leonardo DiCaprio, soll einem Geschäftsmann die Idee in den Kopf setzen, die Firma seines Vaters zu verkaufen.

Das stellt sich als schwieriges Unterfangen heraus, weil es in der Welt des Films leichter ist, jemandem eine Idee aus dem Traum zu stehlen, als sie einzupflanzen. Auch wenn der Film eher einen Fokus darauf legt, durch das Eindringen in einen Traum, Schaden anzurichten, zeigt er auch eine heilsame Wirkung: Der Geschäftsmann kann sich nämlich im Traum mit seinem Vater versöhnen und Leonardo DiCaprios Charakter kann das Trauma über den Tod seiner Frau verarbeiten. Und so könnten vielleicht auch wir in der Zukunft durch das technische Sichtbarmachen unserer Träume mehr über uns und unsere verdrängte Probleme lernen. Und sie gegebenenfalls sogar lösen.

Interstellar

Eine große Gefahr für unsere Gesundheit ist die drohende Klimakrise. Schon heute müssen wir uns mit heißen Sommern herumschlagen, die vor allem ältere Menschen gesundheitlich gefährden. Im Weltraum-Abenteuer “Interstellar” ist die Klimakrise schon eingetreten. Eine Dürre folgt auf die nächste, die Menschheit braucht dringend einen neuen Heimatplaneten. Ein von Matthew McConaughey gespielter NASA-Pilot soll einen solchen Planeten mit einer Reise durch ein Schwarzes Loch finden.

Dabei gibt es zwei Pläne: Entweder sollen Menschen von der Erde dorthin gebracht werden, oder – falls das fehlschlägt – nur Embryonen, die schon an Bord seines Raumschiffs sind. Die Menschheit ist also mit der Frage konfrontiert, ob es auch sinnvoll ist, noch nicht geborene Menschen zu retten, auch wenn die noch lebende Menschheit diese Rettung nicht mehr erleben würde. Das ist ein Problem, vor dem wir auch in der heutigen Realität der Klimakrise stehen. Es geht nicht nur darum, die lebenden Menschen zu schützen, sondern auch – oder vor allem – die zukünftigen Generationen.

In einer Zeit, in der die Politik nicht immer auf die Warnungen der Wissenschaft hört, zeigt uns „Interstellar“, dass wir nur mit mutigem Handeln, einem Vertrauen in die Wissenschaft und einem neuen Denken, das über uns selbst hinaus geht, den großen menschlichen Krisen begegnen können.

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Planet im Weltall als Symbolbild für Science Fiction Filme Blade Runner
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Angelina Litvin

Blade Runner

Ridley Scott’s „Blade Runner“ hat vor allem visuell unser Bild von einer zukünftigen Dystopie stark geprägt. Konzerne kontrollieren die Welt, die Menschen leben in verregneten Slums in Mega-Cities, die nur aus Werbung und Verbrechen zu bestehen scheinen.

Das gesundheitliche Überleben der Menschheit sichern sogenannte Replikanten. Sie arbeiten in den Kolonien im Weltraum für die Menschen, um ihren Reichtum zu sichern. Doch sie begehren auf und werden immer häufiger zu einem Problem. Einige von ihnen haben sich aus der Sklaverei befreit und leben mittlerweile unerkannt auf der Erde. Der Blade Runner Deckard (Harrison Ford) hat die Aufgabe, sie zu finden und auszulöschen.

Die meisten Menschen, die „Blade Runner“ das erste Mal sehen sind etwas verstört, sie können nicht richtig mit Deckard mitfühlen und entwickeln stattdessen Gefühle für die Replikanten, die einfach nur wissen wollen, warum sie hier sind. Genau das ist der Punkt des Films. Er lässt uns mit den Ausgebeuteten mitfühlen, die am anderen Ende der Welt für uns schuften.

Damit spiegelt Blade Runner die ungerechte Verteilung des Reichtums in der Welt wider. Im globalen Norden können wir nur deshalb so gut leben, weil wir auf die Arbeit der Menschen im globalen Süden angewiesen sind. Und nur weil wir diesen Reichtum haben, geht es uns gesundheitlich auch besser als den Menschen dort. Es ist kein Zufall, dass die Replikanten im Film auch eine viel geringere Lebenserwartung haben als die Menschen. Da Blade Runner uns die Replikanten aber dennoch menschlich zeigt, stellt er die Frage, ob es gerecht ist, wenn einige wenige auch gesundheitlich von der Ausbeutung vieler profitieren. In einer Zeit, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht, sollten auch wir uns mit dieser Frage beschäftigen.

Iphone mit Hey Siri Ansicht als Symbolbild für Science Fiction Filme
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Omid Armin

Her

Einsamkeit und Depressionen sind große gesundheitliche Probleme unserer Zeit, auf die auch in der Medizin Antworten gesucht werden. Die Pandemie verstärkt diese Phänomene noch. Der Science-Fiction-Liebesfilm „Her“ findet eine technische Antwort, die viele sicherlich fraglich finden werden. Teddy (gespielt von Joaquin Phoenix) beginnt eine Liebesbeziehung zum Betriebssystem seines Handys. Samantha (gesprochen von Scarlett Johansson) ist eine Siri-ähnliche Sprachassistentin, die immer mehr über Teddy lernt. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, sie versteht ihn besser als Frauen, die er auf seinen Dates trifft.

Irgendwann tritt aber auch hier der Konflikt, den wir schon aus „Blade Runner“ kennen, wieder ans Licht: Die Künstliche Intelligenz entwickelt eigene Gefühle, ihr reicht die Beziehung zu Teddy nicht mehr aus. Natürlich kann Technik nicht einfach so das Problem der Einsamkeit lösen, aber wir alle haben im Lockdown gemerkt, dass auch digitale Verbindungen uns ein positives Gefühl geben können. „Her“ denkt diese Idee weiter und fragt: Würde uns auch eine Beziehung zu einer Maschine ein positives Gefühl geben? Könnte sie der Vereinsamung der Gesellschaft entgegenwirken, oder würde sie diese doch verstärken? Eine Frage, die in Zukunft sicherlich auf uns zukommen könnte und auf die es keine einfache Antwort geben wird.

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