weltverbesserer Leben Beste Altersvorsorge: 5 Wege, mit denen du gesund alt wirst

Beste Altersvorsorge: 5 Wege, mit denen du gesund alt wirst

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Ein Blick auf die Bevölkerungsstatistik Deutschlands beweist: wir werden immer älter. Umso wichtiger ist es, richtig für das Alter vorzusorgen. Wer dabei nur an eine finanzielle Absicherung denkt, vergisst dabei, dass Gesundheit wertvoller ist als alles andere. Wir stellen fünf Wege vor, die ihr heute schon beachten könnt, um für die beste Altersvorsorge und ein entspanntes Alter vorzusorgen.

Ein Blick auf die Bevölkerungsstatistik Deutschlands beweist: wir werden immer älter. Unsere Lebenserwartung steigt mit jedem Jahr weiter an, 2020 beispielsweise lag sie bei 83,6 Jahren für Frauen und 78,9 Jahren für Männer. Umso wichtiger ist es, richtig für das Alter vorzusorgen. Wer dabei jedoch nur an private Rentenfonds und finanzielle Absicherung denkt, vergisst einen wichtigen Aspekt. Denn nur wenn wir gesund altern, können wir auch in den späten Jahren unser Leben genießen.

Die beste Altersvorsorge ist also nicht jene, die besonders viel Ertrag abwirft oder uns finanzielle Sicherheit im Falle von Krankheit oder Pflegebedürftigkeit bietet. Die beste Altersvorsorge ist, schon früh darauf zu achten, gesund alt zu werden, damit wir solche Dienstleistungen nicht oder nur in sehr geringem Maße in Anspruch nehmen können. Davon profitieren wir gleich doppelt, zum einem, weil wir unsere Rente in vollen Zügen genießen können. Zum anderen, weil gesund zu altern auch unserer Gesellschaft nützt und ermöglicht, den demografischen Wandel ein wenig abzufangen, sodass unser Rentensystem auch weiterhin funktionieren kann.

Zwei Schalen mit Porridge und Obst auf einem Tisch zum Frühstück
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1. Beste Altersvorsorge: Vorbeugen ist besser als heilen!

Wenn wir altern, laufen die biologischen Prozesse in unserem Körper langsamer ab. Verletzungen heilen schlechter, der Stoffwechsel verlangsamt sich und auch unser Immunsystem ist nicht mehr so aktiv wie in jungen Jahren. Dazu steigt die Gefahr von beispielsweise Krebserkrankungen, Erkrankungen im Herz-Kreislauf-System oder typischen „Altersbeschwerden“ wie Osteoporose. Die beste Altersvorsorge ist, diesen Krankheiten vorzubeugen oder sie frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können, um möglichst gesund alt zu werden.

Ob das gelingt, liegt an uns und unserem Lebensstil. Wer auf der Couch sitzt, sich von Fast Food ernährt und auch sonst wenig für sich und seinen Körper tut, wird im Alter höchstwahrscheinlich eher krank und gebrechlich werden. Wer dagegen schon früh beginnt, Körper und Psyche zu hegen und zu pflegen, profitiert davon im Alter. „Den einen Schlüssel“, um gesund alt werden gibt es nämlich nicht, es spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

  • Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung verhindert Übergewicht und versorgt den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen.
  • Bewegung stärkt das Herz-Kreislauf-System, Knochen und Muskulatur und trägt sogar zur geistigen Fitness bei.
  • Für den Menschen als soziales Wesen sind Sozialkontakte, auch körperliche Nähe, ein unverzichtbarer Teil des Lebens, Einsamkeit hingegen kann krank machen.
  • Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung und Prävention von Krankheiten, sodass diese gar nicht erst behandelt werden müssen.
  • Dadurch sind auch weniger Medikamente nötig, die neben ihrer Wirkung auch immer Nebenwirkungen haben
  • Auf die eigene Psyche zu achten ist ein oft übersehener Punkt. Zu viel Stress lässt uns schneller altern und belastet unser Immunsystem.

2. Stress macht krank und lässt uns schneller altern

Stress gehört zu unserem Leben dazu. Ohne positiven Stress entwickeln wir uns nicht weiter, er spornt uns zu Höchstleistungen an und lässt uns neue Dinge lernen. Dennoch ist es wichtig, zwischendurch immer wieder zur Ruhe zu kommen und sich körperlich wie geistig zu erholen. Dauert der Stress zu lange an oder handelt es sich um negativen Stress, etwa Überforderung oder gar Mobbing, schadet das allerdings unserem Körper. Zum einen schwächt zu viel Stress das Immunsystem, zum anderen lässt es uns schneller altern.

Wie schnell wir altern, hängt nämlich von den sogenannten Telomeren ab. Das sind, vereinfacht gesagt, „Anhängsel“ an unsere DNA, die sich mit jeder Zellteilung verkürzen, also eine Art biologische Uhr. Forscher haben herausgefunden, dass Menschen mit chronischem Stress deutlich kürzere Telomere haben als ihre Altersgenossen und daher auch weniger „Lebenszeit“ auf dieser inneren Uhr.

Zur besten Altersvorsorge gehört daher auch, Stress zu reduzieren und Wege zu finden, diesen abzubauen. Sport zum Beispiel hilft, das Adrenalin im Blut zu verringern und unseren Körper den Stress verarbeiten zu lassen. Verschiedene Entspannungstechniken, etwa mit Hilfe einer App, lassen uns geistig zur Ruhe kommen. Ausreichend Schlaf gibt unserem Gehirn Zeit, die Eindrücke zu sortieren, sodass wir mit dem Erlebten abschließen können. Bei Schlafstörungen können Online-Kurse helfen, wieder gut zu schlafen. Und ein ganz zentrales Element zur Stressbewältigung sollten wir auch nicht vergessen: Humor! Lachen ist bekanntlich gesund. Wer sich selbst und das Leben nicht ganz so ernst nimmt, wird auch bei Rückschlägen viel schneller wieder aus einer stressigen Situation herausfinden.

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Beste Altersvorsorge Resilienz entwickeln Mann steht mit ausgebreiteten Armen  in Richtung eines Sonnenaufgangs und breitet die Arme aus
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3. Resilienz, die Widerstandsfähigkeit gegen den Alltag

Diese Fähigkeit, gut mit Stress umgehen zu können und Krisen scheinbar leicht zu bewältigen, hat sogar einen Namen: Resilienz. Sie ist gewissermaßen die natürliche Abwehrkraft gegen die negativen Folgen von Stress und daher eine der besten Altersvorsorgen, die unsere Psyche zu bieten hat. Resilienz lässt uns Stress nicht so stark empfinden und kritische Phasen schneller überstehen. Das hilft, die vorzeitige Verkürzung der Telomere zu verhindern und trägt so zum gesunden Altern bei.

Die Widerstandskraft der Psyche ist jedoch nicht einfach angeboren, sie lässt sich trainieren und stärken wie das Immunsystem des Körpers. Menschen, die über stabile soziale Bindungen verfügen, sind grundsätzlich resilienter als jene ohne soziales Netzwerk. Gespräche mit guten Freunden oder dem Partner helfen, neue Perspektiven zu finden und Krisen auch als Chancen zu begreifen.

Bewegung baut Stress ab und kanalisiert überschüssiges Adrenalin in sinnvolle körperliche Tätigkeit. Menschen, die sich alt und nutzlos fühlen, werden viel schneller von einem psychischen Tiefschlag getroffen als solche, die auch und gerade im Alter sinnstiftende Aktivitäten pflegen. Das reicht vom Wohltätigkeitsbasar über Vereinspositionen oder die Betreuung von Kindern bis hin zum Socken stricken für Bedürftige. Sich gebraucht zu fühlen hilft uns, negative Erlebnisse leichter hinter uns zu lassen.

Einen besonderen Stellenwert nimmt in diesem Zusammenhang Partnerschaft und körperliche Nähe ein. Lieben und geliebt zu werden ist gut für die Psyche, das liegt auf der Hand. Das Bedürfnis nach körperlicher Nähe ist tief in uns verankert, Berührungen tun körperlich wie seelisch gut. So haben Studien ergeben, dass eine Umarmung die Herzfrequenz bei Neugeborenen und deren Eltern senkt. Während Kinder und junge Menschen noch vergleichsweise oft umarmt werden, nimmt die „Kuschelfrequenz“ im Alter deutlich ab. Ohne Partner entsteht dann schnell ein „Berührungsmangel“. Es muss aber nicht immer ein menschlicher Gegenpart sein, damit Körperkontakt Glücksgefühle auslöst. Auch kuscheln mit dem Haustier hat einen ganz ähnlichen Effekt. Sogar langsames und genüssliches Essen wirkt sich positiv auf unseren Hunger nach Berührung aus.

4. Gesunde Ernährung als Basis für gesundes Altern

Nicht nur das „Wie“, sondern auch das „Was“ ist wichtig, wenn es um die beste Altersvorsorge durch Ernährung geht. Mit zunehmendem Alter verändert sich auch unser Stoffwechsel, wird langsamer und braucht weniger Energie. Spätestens ab einem Alter von etwa 40 Jahren rächen sich kleine Ernährungssünden recht schnell. Selbst Menschen, die in ihrer Jugend essen konnten, was sie wollten, ohne je zuzunehmen, haben rasch ein paar Speckröllchen auf den Hüften, wenn sie allzu oft zu Fast Food, Kuchen und Fertiggerichten greifen. Übergewicht ist die Volkskrankheit Nummer Eins, mit all ihren negativen Folgen wie Altersdiabetes, Arthritis, Gicht oder einem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Während der Energiebedarf des Körpers sinkt, steigt gleichzeitig der Bedarf an hochwertigen Nährstoffen. Besonders Frauen leiden im Alter zum Beispiel oft an Osteoporose. Das mit steigendem Lebensalter schwächer werdende Immunsystem braucht verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Muskeln brauchen Proteine, wenn sie nicht schwinden sollen und die Beweglichkeit darunter leiden soll. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

Fakt ist, wer gesund alt werden will, kommt nicht umhin, schon möglichst früh auf seine Ernährung zu achten. Wenig Süßes und fettige Nahrungsmittel, dafür Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und fettreduzierte Milch und Milchprodukte helfen, Übergewicht zu vermeiden und uns dennoch mit allen wichtigen Dingen zu versorgen. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt halten den Blutzuckerspiegel stabil. Manchen sogenannten „Superfoods“ wie etwa Ginseng wird sogar nachgesagt, die Gedächtnisleistung zu verbessern, andere helfen beispielsweise bei Gelenkbeschwerden. Im Alter gilt daher nicht nur „Du bist, was du isst“, sondern auch „Du bist, was du in den Jahren bisher gegessen hast.“ Je gesünder wir uns in jungen Jahren ernähren, desto fitter ist unser Körper im Alter.

Beste Altersvorsorge Bewegung Vier aeltere Frauen wandern vor blauem Himmel vorwaerts
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5. Wer rastet, der rostet

Apropos fit im Alter: im Alter gilt die Volksweisheit „Wer rastet, der rostet“ gleich doppelt. Bewegung hält Muskeln und Gelenke geschmeidig und ist gerade bei Arthrose besonders wichtig. Wer in Bewegung bleibt, stärkt seinen Körper, denn ohne Belastung werden die Strukturen im Inneren, wie Knochen oder Muskeln, rasch abgebaut. Das deutlichste Beispiel dafür sind Astronauten, die nach ein paar Wochen in der Schwerelosigkeit trotz Training körperlich schwach sind, wenn sie wieder auf der Erde landen. Umgekehrt ist es aber nie zu spät, mit Sport und speziellen Kraftübungen zu beginnen, um im Alter nicht gebrechlich zu werden. Schon drei Mal pro Woche ein längerer, flotter Spaziergang zeigt hier einen Effekt. Auch Radfahren eignet sich als Sportart besonders für alle Altersgruppen. Es schont die Gelenke und ist vor allem auch für Einsteiger eine entspannte Art sich Bewegung zu verschaffen.

Sport und Bewegung bauen außerdem Stress ab und verbrennen Kalorien, die sich somit nicht als Übergewicht bemerkbar machen können. Für alle, die sich allein schwer motivieren können, bietet ein Sportverein eventuell die passende Lösung. Dort trifft man auf Gleichgesinnte, lernt immer wieder neue Leute kennen und kann die so wichtigen Sozialkontakte pflegen. Regelmäßig Sport zu treiben kann auf diese Weise sogar mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Beste Altersvorsorge: Fit und agil werden und bleiben

Auch in hohem Alter fit und agil zu sein, sollten wir nicht als selbstverständlich betrachten. Die beste Altersvorsorge ist, auf die eigene Gesundheit zu achten und in allen Bereichen unseres Lebens etwas für uns und unseren Körper zu tun. Das nützt jedem einzelnen von uns, da wir so länger aktiv und selbstständig bleiben und am Leben teilnehmen können. Wer gesund alt wird, entlastet aber auch das Gesundheitssystem und leistet somit einen nicht zu unterschätzenden gesellschaftlichen Beitrag.