Weltverbesserer auf dem Malzwiese Festival

Ein intergalaktisches Wochenende

Juhu, wir haben ein intergalaktisches Wochenende hinter uns! Vom 2. bis 3. Juni waren wir auf dem Malzwiese Festival. Das Festival für alle Kreativdenker, Sterntänzer, Musik- und Naturliebhaber bietet für zwei Tage ein Universum aus Schabernack, Workshops, Tanz, Entspannen und ganz viel Sonnenschein – und das alles unter dem Motto „Nachhaltigkeit“. In Kooperation mit DaWanda haben wir gemeinsam mit den Festival-Besuchern an unserem Stand Jutebeutel zu Yoga-Taschen umfunktioniert. Dabei sind nicht nur kreative Beutel entstanden, sondern auch tolle Gespräche mit den Besuchern.

Wir haben ein paar Stimmen der Weltverbesserer für euch eingefangen.

1. Stefanie, was tust du im Alltag, um Plastik möglichst zu vermeiden?

Generell verzichte ich komplett auf Wasserflaschen aus Plastik. Ich habe eine Edelstahlflasche, die ich immer wieder auffüllen kann. Nebenbei sieht die sogar noch richtig gut aus. Außerdem achte ich im Supermarkt darauf, mein Gemüse nicht in die kleinen Plastiktüten zu packen, sondern einzeln auf das Band zu legen. Manchmal ernte ich dafür komische Blicke anderer, aber das ist mir egal.

2. Laura, du bist hier an unserem „Weltverbesserer“-Stand. In dir schlägt also ein Weltverbesserer-Herz, stimmt das?

Ja, auf jeden Fall! Eins, das sich sehr viel Mühe gibt, sich täglich zu hinterfragen und sich zu verbessern.

Dein selbst designter Jutebeutel ist ja ein super Anfang. Setzt du auch andere DIY-Aktionen in deinem Alltag um?

Ich liebe DIY, besonders Upcycling macht mir Spaß. Bevor ich etwas Neues kaufe, schaue ich mich immer um und überlege, was ich umfunktionieren kann.

Weltverbesserer beim Malzwiese-Festival
Unsere Weltverbesserer sammeln Ideen.

3. Antonia, wie sieht es bei dir aus? Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in deinem Alltag?

Nachhaltigkeit ist in meinem Alltag fest verankert. Aber ich finde, das ist nichts, wofür man sich loben sollte. Mein Wunsch ist es, dass jedermann das Umweltbewusstsein, ohne groß darüber nachzudenken, ganz eigenständig umsetzt. Viele haben Angst vor Veränderung, aber wenn man sich Schritt für Schritt herantastet, lässt es sich schnell und einfach in den Alltag integrieren.

Wie sieht es in deinem Freundeskreis aus? Ist dort das Thema schon verbreitet?

In meinem Freundeskreis herrscht noch nicht so viel Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Aber ich kreide niemandem an, dass er sich noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Ich möchte niemanden belehren, aber ich möchte mit meiner Freude für dieses Thema begeistern und Vorreiter sein.

4. Liebe Fiona, du bist Polsterin von Beruf – wie spannend! Spielt dort Nachhaltigkeit schon eine Rolle?

Nachhaltigkeit spielt bei uns im Handwerk eine riesige Rolle, da wir natürlich möchten, dass nicht alles direkt neu gekauft wird, sondern dass alte Dinge neu und wieder schön gemacht werden. Neulich hat sich eine Kundin, die einen alten Ledermantel geerbt hat, damit einen Stuhl beziehen lassen. Das fand ich total klasse!

5. Nachhaltigkeit ist bei dir angekommen. Gab es einen Schlüsselmoment bei dir, Laura?

Ich habe vor einiger Zeit meine Ernährung umgestellt, auf mehr Gesundes. In dem Zuge habe ich eine Kur gemacht, bei der ich sehr viel Gemüse gegessen habe. Und nach jedem Einkauf hatte ich bergeweise Plastikmüll in meiner Mülltonne. Das war der Auslöser. Jedes Gemüse wird eingeschweißt oder mit Plastik verpackt. Das stört mich wahnsinnig!

Und welche Konsequenzen hatte das für dich?

Ich bin nun sensibilisiert und achte auf Kleinigkeiten. Ein Beispiel: Wenn ich abends in einer Bar bin und einen Drink bestelle, sage ich immer direkt, dass ich keinen Strohhalm haben möchte. Ich benötige nicht zwingend einen Strohhalm, um meinen Drink trinken zu können.

Weltverbesserer Jutebeutel
Die Festivalbesucher haben sich kreativ an unseren Jutebeuteln ausgetobt.

6. Inwiefern bist du eine Weltverbesserin, liebe Katja?

Ich war gerade im Urlaub am Atlantik. Beim Tauchen bin ich in total viel Plastik-Müll geschwommen. Den habe ich eingesammelt und mir einfach in meinen Bikini gesteckt. Das mache ich regelmäßig, wenn ich im Meer schwimmen gehe. Außerdem verzichte ich im Alltag komplett auf Plastiktüten und auf Strohhalme.

Gibt es ein Projekt, das dich besonders inspiriert?

Oh ja, schaut mal bei 4Ocean vorbei. Die Organisation sammelt Müll aus dem Meer und macht daraus tolle Armbänder. Ich kaufe häufig Armbänder von ihnen als Geschenk für meine Liebsten.

Was ist dein Tipp, um nachhaltiger zu leben?

Einfach zweimal nachdenken, bevor man etwas tut! Nehmt nicht das Auto, sondern das Fahrrad. Oder verstaut Euren kleinen Einkauf in Eurer Handtasche und nehmt nicht noch eine Plastiktüte. Das sind die kleinsten Dinge, die oft schon reichen.

7. Welche Rolle spielt Upcycling in deinem Leben, Susann?

Ich treffe mich regelmäßig mit Freunden zu DIY-Abenden, an denen wir dann verschiedene Projekte machen. Ich nutze das ganz häufig, um Geschenke für meine Liebsten selbst zu machen. Ich liebe es, selbstgemachte Dinge zu verschenken, denn der Beschenkte weiß, wie viel Zeit und Herzblut ich in das Geschenk gesteckt habe.

Erzähl mal von deinem letzten Projekt!

Vor ein paar Wochen habe ich mir aus dicken Birkenästen und alten Ketten, die ich nicht mehr trage, eine Garderobe gemacht. Die sieht richtig cool aus!



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