Umweltbewusst in den Urlaub - 6 Tipps, die Du bei Deiner nächsten Reise umsetzen kannst

Tourismus schadet der Umwelt und dem Klima. Das ist eine einfache Tatsache. Die Universität von Sydney hat sogar herausgefunden, dass Tourismus für 8% der weltweiten Emissionen verantwortlich gemacht werden kann. Darum ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um zu fragen: Geht Urlaub nicht auch anders? Wir haben große und kleine Ideen gesammelt, mit denen Ihr fairer und umweltschonender verreisen könnt und trotzdem Spaß im Urlaub habt. 

1. Schon mal was von der „Offset“ Methode gehört? Das bedeutet, dass Ihr die bei Euren Reisen entstandenen Emissionen wieder ausgleichen könnt.  Zunächst lässt sich ausrechnen, wie viele Emissionen Eure Reise überhaupt produziert. Dann könnt Ihr einen Betrag spenden, mit dem an anderer Stelle diese Emissionen gespart oder gespeichert werden. Dafür gibt es diese drei Anbieter: 

Das ist ziemlich genial, weil so eine Menge Umweltschutzprojekte zusätzliche Unterstützung bekommen. Zugegeben, das System ist natürlich nicht perfekt, weil Euer Flug immer noch Emissionen ausstößt und diese eben nur ausgeglichen werden. Aber wie so vieles, in der Debatte rund um das Klima und der Erderwärmung, ist es ein guter Anfang und die Chance etwas zu ändern.

2. Die Art und Weise, wie wir zu unserem Traumziel kommen, spielt eine große Rolle beim Klimaschutz. Eine Reise per Auto oder Flugzeug, ist viel schädlicher, als würdet Ihr mit dem Zug oder Fernbus fahren. Hier ein Beispiel für Euch: Allein Euer Anteil an Emissionen bei einem einfachen Flug von Berlin nach New York schmilzt drei Quadratmeter arktisches Eis.

3. Die Entscheidung, wo die Reise hingehen soll, ist ein superwichtiger Faktor. Sucht Euch Ziele aus, die gut mit Bus, Bahn oder sogar mit einer Fahrradtour zu erreichen sind.  Schaut doch mal direkt „vor der Tür“ , es gibt sicher auch tolle Nachbarländer, die schnell und ökologischer zu erreichen sind. Wer in Dresden lebt, hat es nicht weit ins wunderschöne Prag. Aus Stuttgart seid ihr ruckzuck in Frankreich. Und von Hamburg dauert es nicht lang, bis Ihr im Nationalpark Vadehavet in Dänemark ankommt. Also: Schaltet Google Maps an und schaut Euch um. Das ist eine prima Chance auch Gegenden zu erkunden, die zum einen vor der Haustür sind und zum anderen gar nicht auf der „Reise-Bucketlist“ standen. 

4. Wo ihr unterkommt, spielt beim nachhaltigen Reisen auch eine Rolle. Sucht direkt nach Locations, die von Anfang an im Einklang mit der Natur gestaltet wurden. Energieeffizienz und Wasser sparen sind in diesem Kontext zwei wichtige Schlagworte.  Es gibt inzwischen viele umweltfreundliche bzw. eco-friendly Unterkünfte, wie etwa das Mossala Island Resort in Finnland oder die Terragora Lodges in Frankreich. Auch an Eurem Lieblingsreiseziel gibt es bestimmt eine klimafreundliche Unterkunft. Es gilt: Wer suchet, der findet.

5. Wie Ihr Euch vor Ort verhaltet, macht ebenfalls einen großen Unterschied. Achtsamkeit kann viel verändern. Hier ein paar Tipps:

  • - Bringt Eure eigenen wiederverwendbaren Wasserflaschen und Jutebeutel für den Einkauf mit. Allein dadurch spart Ihr jeden Tag Plastik. 
  • - Lasst Euren Müll nicht liegen, denn er ist eine Gefahr für die Natur und die Tiere, die Euren Urlaubsort so besonders machen. 
  • - Respektiert die Verhaltensregeln in Naturschutzgebieten. 
  • - Konsumiert lokale Produkte. Die sind meistens sowieso leckerer und besonderer als alles, was importiert wird. 
  • - Vermeidet Aktivitäten, die der Umwelt besonders schaden. So stößt ein Kreuzfahrtschiff täglich z.B. so viel CO2 aus, wie 84.000 Autos und Wintersport verursacht mit der Rodung von Waldgebieten und dem Anstauen von Speicherseen für Schneekanonen einen immensen Eingriff in die örtliche Natur. Wie wäre es stattdessen mit einer Europatour mit dem Zug oder einer Schneeschuhwanderung?
  • - Mietet Euch Fahrräder statt Autos. Das ist sportlich und Ihr lernt die Region noch besser und hautnah kennen. 

Das sind nur ein paar Ideen, wie Ihr vor Ort klimafreundlich agiert. Es fängt mit einem Bewusstsein an, dass jede Entscheidung, die wir im Urlaub treffen, eine Entscheidung für oder gegen den Umweltschutz ist.

Unser letzter Tipp ist schon wichtig, bevor die Reise losgeht. Beim Packen könnt Ihr bereits darauf achten, Gewicht einzusparen. Denn jedes gesparte Kilo, macht am Ende das Flugzeug leichter und verringert dadurch Emissionen. Genauso könnt Ihr darauf achten, dass alle elektronischen Geräte komplett ausgeschaltet sind. Ansonsten würden sie auch im Standby-Modus weiter Strom verbrauchen. Natürlich rettet all das nicht auf einmal die ganze Umwelt. Aber es geht immer um eine Haltung und die Idee: Alles was ich tue, kann dazu beitragen, diesen Planeten besser zu schützen. Und das macht doch super viel Sinn, oder?

Die Techniker

Mit der „Sauerstoffmaschine“ Baum gegen die Klimakrise. Wir packen ab sofort die Schaufel aus und pflanzen mit unserem neuen Projekt #waldverbesserer gegen den Klimawandel an. Wirklich jeder Baum hilft, CO2 zu binden und unsere Luft zu verbessern – weltweit. Werde auch Du zum Baumpflanzer und unterstütze mit uns das Projekt Plant-for-the-Planet.

Projekt läuft bereits seit 14.06.2019

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