Macher & Denker in Hamburg

Das sind die Slammer des Finales der Weltverbesserer Science Slam Tour.

Der Science Slam in Hamburg am 14. Juni ist das große Finale der Weltverbesserer Science Slam Tour 2019 im Ballsaal der Südtribüne auf FC St. Pauli. Hier treffen drei Macherinnen aus Social Start-ups auf das Team der Denkerinnen und Denker aus der Wissenschaft. Und dann heißt es Vorhang auf zu je 10 Minuten spannender Slammer-Performance, bei der die Acts dem Publikum äußerst mitreißend präsentieren, wie ihre einzigartigen Projekte dazu beitragen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Bühne frei für fünf fantastische Finalisten!

 

UNSERE MACHER FÜR HAMBURG:

Constanze Klotz

Seit der Gründung von „Bridge&Tunnel“ ist die promovierte Kulturwissenschaftlerin ihrem Ziel bereits sehr nahegekommen: ein Designlabel, bei dem Ästhetik und Ethik zusammenwirken. Ein deutsch-türkischer Nähclub in einer Moschee in Wilhelmsburg gab 2013 den Impuls zu der Idee von Integration und Produktion. Aktuell arbeiten fünf Näherinnen und Näher aus fünf verschiedenen Ländern mit fünf unterschiedlichen Handicaps an coolen Denimdesigns. „Alle verbindet jedoch, dass sie granatenmäßig nähen können!“, schwärmt Constanze. Die Materialien für die Kleidung und die Taschen stammen allesamt aus „post- und pre-consumer waste“ – also aus Alttextilien und Materialüberschüssen. Constanze ist zugleich Denkerin und Macherin und, laut eigener Aussage, wahnsinnig ungeduldig. Ihr Credo: Soziales und Unternehmertum passen hervorragend zusammen. 

Constanze Klotz​​​​​​​ ist Co-Founderin des Fair Fashion Labels Bridge & Tunnel. (Copyright, ©️ Brigde & Tunnel)

 

Jennifer Timrott

Jennifer wohnt an der Küste und erlebt fast täglich, was die Plastikflut bedeutet. Mit der App „ReplacePlastic“ will sie Verbrauchern ein Tool an die Hand geben, mit dem diese den Herstellern und Anbietern ein Feedback zu den Verpackungen geben können. Auch um das Argument der Hersteller zu entkräften: Die Leute wollen das so. „Wir treffen aber Kunden, die sich Alternativen wünschen. Also müssen wir dafür sorgen, dass diese Botschaft direkt zu den Herstellern kommt, damit sich was ändert“, sagt Jennifer. Sie möchte nicht Unbelehrbare belehren, sondern diejenigen unterstützen, die sich mit dem Plastikproblem nicht wohlfühlen, aber nicht so richtig wissen, wie sie handeln können. Ihre Message: Anfangen. Durchhalten. Auch an die anderen Menschen glauben.

Jennifer Timrott lebt an der Küste, ihre App gegen die Plastikflut verbindet Verbraucher mit Herstellern.


Mitra Kassai

Mitra war schon immer eine Aktivistin und wird es weiterhin sein. Mit ihrem Verein „Oll Inklusiv“ sorgt sie für ein vielfältiges, beglückendes Miteinander in einer (Alters)Klasse für sich: Ihre Initiative nimmt Senioren und Senioritas und alle Menschen 60 plus an die Hand und lockt sie hinaus in die Welt. Um unterschiedlichen Themen und Taten einen Raum zu geben – bei Konzerten, Lesungen, Tanz, Ausflügen und Workshops. Mitras Slam-Publikum wird äußerst lebhaft vermittelt bekommen, dass die Welt nach wie vor allen gehört, den jungen wie den alten Menschen – und alle können voneinander lernen. Ihr Mantra beim Verbessern der Welt: einfach mal machen, neugierig bleiben, mutig sein. Gemeinsam statt einsam

Die Kulturmanagerin Mitra Kassai arbeitet nach einem Burn-out ehrenamtlich in Seniorenresidenzen, dort darf es ruhig auch mal rocken.

 

UNSERE „DENKER“ FÜR HAMBURG:

Julien Bobineau

Julien hat in Würzburg und in Kinshasa die Fächer Französisch, Philosophie und Öffentliches Recht studiert. Es hat ihm schon immer Spaß gebracht, Schnittstellen zwischen scheinbar weit auseinanderliegenden Disziplinen zu betrachten. Der Ärger über seine eigene Unkenntnis und die seines Umfeldes haben ihn dazu gebracht, sich tiefergehend mit der Kolonialgeschichte und den Auswirkungen auf unsere europäische Gesellschaft aus der Perspektive der „Critical Whiteness“ zu beschäftigen. Seinem Publikum gibt er Instrumente an die Hand, mit denen es sich selbst hinterfragen kann. Juliens Mission: Münze dein Ärgernis über gesellschaftliche Missstände in Motivation um.

Der Romanist Julien Bobineau kämpft gegen koloniale Stereotypen, die unsere Wahrnehmung von Afrika beeinflussen.

 

Julia Schnetzer

Warum ist es wichtig, marine Mikroben zu untersuchen? Und warum sind ausgerechnet Mikroorganismen cool? Julia hat darüber ihre Doktorarbeit geschrieben und scheint den Spaß an diesem Thema immer wieder aufs Neue zu entdecken. Als wissenschaftliche Koordinatorin der internationalen Pop-up-Wanderausstellung „Ocean Plastics Lab“ und Mitglied des Guerilla-Wissenschaftskommunikationsprojekts „Plötzlich Wissen!“ versucht sie auf eher ungewöhnliche Weise, die Menschen darüber aufzuklären, warum unsere Meere und alles, was darin lebt, wichtig für uns sind und wir sie schützen müssen. Ihr persönlicher Tipp für Weltverbesserer: „Traut euch, Menschen anzusprechen und auch mal um Hilfe zu bitten, denn fast alle Menschen sind nett!“

Julia Schnetzer ist Salmmerin und promovierte Meeresbiologin. (Bildquelle, © BMBF/ Ben Zweig)

 

Haben wir Deinen Forscherdrang geweckt? Dann sei dabei! Die Tickets für das Finale des Weltverbesserer Science Slams in Hamburg gibt es hier: https://www.science-slam.com/termine_tickets.htm



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