Plastik erkennen & vermeiden

Wo steckt es drin, was macht es gefährlich

Wir haben dem Plastik in unseren Meeren den Kampf angesagt! Wir, das sind Menschen mit einer felsenfesten Überzeugung – nämlich, dass sich die Welt zum Besseren verändern lässt. Durch neue Ideen und Mutige, die sie vorantreiben. Eine Vision, für die auch Du jetzt die Fahne hochhalten kannst. Denn immer, wenn Du den Hashtag #netzgegenplastik auf Facebook, Instagram oder Twitter öffentlich teilst, unterstützen wir, die Weltverbesserer, das Projekt Pacific Garbage Screening mit jeweils 1 Euro. Erfahre hier alles über die Kampagne #netzgegenplastik!

Würden alle Menschen komplett auf Plastik verzichten, würde dies auch nicht mehr in die Meere gelangen. Ja, das wäre eine schöne Vorstellung. Aber leider ist es (noch) eine Utopie. Darum ist jeder kleine Schritt auf dem Weg zum plastikfreien Planeten umso wichtiger. Das sieht auch das Pacific Garbage Screening so. Der gemeinnützige Verein rund um Marcella Hansch und ihre über 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter setzt sich dafür ein, dass die Ozeane vom Plastik befreit werden – und zwar mit einer innovativen Plattform, die Makro- und Mikroplastik auf offener See einsammeln kann.

Ist es denn wirklich so schlimm mit Plastik im Meer? Allerdings! Ein Beispiel: das Great Pacific Garbage Patch (GPGP). Wenn Plastikabfälle im Meer landen, sammeln sie sich dort häufig in sogenannten „Müllstrudeln“. Das Great Pacific Garbage Patch, das im Pazifik zwischen Kalifornien und Hawaii liegt, besteht aus ungefähr 79.000 Tonnen Plastik und umfasst eine Fläche von 1,6 Millionen km². Mehr als ¾ der dortigen Plastikabfälle sind größer als 5 cm; 46 % der Abfälle sind Fischernetze. Mikroplastik nimmt dabei einen Anteil von 8 % der totalen Masse ein.

Der Einsatz von PGS geht daher über das reine Vorantreiben der Plattform und den damit verbundenen Umweltschutz hinaus. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Abfall und Plastik. Denn wenn jeder Einzelne bewusster mit Plastik umgeht und zweimal nachdenkt, bevor er beispielsweise eine Plastiktüte nutzt, haben wir alle schon viel gewonnen. Aber woher weiß ich denn, wo genau Plastik überall enthalten ist? Für unsere Kampagne #netzgegenplastik hat PGS hilfreiche Informationen zusammengestellt, damit Du weißt, worauf Du im Alltag achten solltest.

Kunststoff
Das Problem an Kunststoffen ist nicht der Werkstoff an sich. Kunststoffe sind Materialien mit einzigartigen Eigenschaften, die unverzichtbar in der heutigen Gesellschaft sind. Das Problem bei vielen Kunststoffprodukten sind deren kurze Lebensdauer sowie die fehlende Recyclingmöglichkeit bei Verbundstoffen. Diese sind aus so vielen unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt, dass sie nicht mehr sortenrein getrennt werden können und für den Recyclingprozess unzureichend geeignet sind. Daher schau einmal genauer hin, was Du kaufst und ob es recyclingfähig ist.

Zigarettenstummel
Ein oft vernachlässigter Abfall, der in der Umwelt landet, sind Zigarettenstummel. Hier würde schon eine kleine Änderung des menschlichen Verhaltens einen großen Effekt erzielen. Denn Zigarettenstummel sind quantitativ der am häufigsten auftretende Abfall. Mehr als 5,6 Billionen Zigaretten werden jährlich hergestellt, deren Filter aus Cellulose Acetate und somit einer Kunststoffart bestehen. Diese Mülllast könnte einfach verhindert werden, wenn immer ein Aschenbecher genutzt würde. Dies ist leider bei uns in Deutschland ein großes Problem. Zigaretten werden zu oft aus Bequemlichkeit in die Natur oder auf die Straße geworfen. Also: Kippe aus und ab damit in den Mülleimer. Oder gar nicht erst rauchen. Das ist eh gesünder.

Pflegeprodukte & Kosmetika
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Kosmetika und Pflegeprodukte, die viel Mikroplastik enthalten. Jährlich gelangen durch die Nutzung solcher Produkte 496 Tonnen Mikroplastik in das Abwasser. Handy-Apps, wie beispielsweise CodeCheck, helfen dabei, Produkte hinsichtlich ihrer Mikroplastik-Bestandteile zu untersuchen. Durch das Scannen des Barcodes mit der App werden die Bestandteile aufgelistet und Du erkennst sofort, welche bedenklichen Inhaltsstoffe enthalten sind. Auf diese Weise kannst Du Dich direkt gegen Produkte entscheiden, die Mikroplastik beinhalten.

Synthetische Fasern
Durch das Tragen von weniger synthetischer Kleidung kannst Du ebenfalls die Umwelt schützen. Durchschnittlich gelangen zwischen 0,0025 und 0,1 mg pro Gramm gewaschenes synthetisches Textil in das Abwasser Deiner Waschmaschine. Da ein vollkommener Verzicht auf Polyester o. Ä. meist nicht möglich ist, hilft Dir der Blick auf die Waschanleitung des Herstellers. Denn wenn Du Die Kleidung exakt nach Anleitung wäschst, wird nur eine geringe Menge an Fasern ausgewaschen. Dabei hat auch die Schleuderstärke einen entscheidenden Einfluss darauf, wie viele Fasern aus Deiner synthetischen Kleidung gelöst werden. Ein Tipp: Waschbeutel, wie beispielsweise der GuppyFriend, helfen dabei, die Fasern abzufangen, bevor sie im Abwasser landen.

Wenn Du auch etwas gegen Plastik im Meer tun willst, dann werde Teil unserer Kampagne #netzgegenplastik. Für jeden geteilten Hashtag im Netz (Facebook, Instagram oder Twitter) unterstützen wir das Projekt Pacific Garbage Screening mit jeweils 1 Euro. Mehr dazu erfährst Du hier.

Die Techniker

Wir sagen dem Plastik in unseren Meeren den Kampf an. Wir, das sind Menschen mit einer felsenfesten Überzeugung – nämlich, dass sich die Welt zum Besseren verändern lässt. Durch neue Ideen und Mutige, die sie vorantreiben. Zeig' auch Du Flagge und unterstütze mit uns das Projekt Pacific Garbage Screening auf www.weltverbesserer.de/netzgegenplastik.

Projekt läuft bereits seit 01.11.2018

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#netzgegenplastik

Marcella Hansch

Initiatorin von Pacific Garbage Screening & Architektin

Ein schwimmender Kamm gegen Plastikmüll im Meer? Völlig verrückt! Und trotzdem (oder genau deswegen) hält Marcella Hansch an ihrem Projekt Pacific Garbage Screening fest, das eines der größten Probleme unserer Zeit lösen könnte: Plastikverschmutzung im Meer. Sie verrät im Interview, warum es so wichtig ist, dass wir alle über die Folgen von Plastikverschmutzung nachdenken – und jetzt handeln!

#netzgegenplastik

Julia Schnetzer

Mikrobiologin

Was für ein Multitalent: Sie ist promovierte Mikrobiologin und lebhafte Science Slammerin. Warum? Weil sie großen Spaß daran hat, Menschen für Forschung und das Meer zu begeistern. Und das ist dringend notwendig, denn Makro- und Mikroplastik in den Ozeanen ist ein Problem, das uns alle betrifft. Wir haben mit Julia über die Ausmaße von Plastikmüll im Meer und die Auswirkungen auf Mensch und Tier gesprochen.

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