Die 8 hartnäckigsten Argumente von Klimagegnern und ihre Entkräftung

Nach wie vor gibt es Menschen, die nicht einsehen, dass wir alle am Klimawandel beteiligt sind. Diese sogenannten Klimagegner oder –leugner haben Einwände parat, warum es den Klimawandel ihrer Meinung nach gar nicht gibt oder warum eigentlich alles nur halb so schlimm ist. Diese Argumente lassen sich aber widerlegen.

Wir Menschen nehmen kaum Einfluss auf das Klima. Und überhaupt ist doch die Sonne an allem Schuld und alle Klimaforscher sorgen nur für düstere Szenarien. 
Mit solchen und ähnlichen Argumenten versuchen Klimagegner die aktuelle Umweltsituation herunterzuspielen und sogar zu ignorieren. Wir haben uns die acht hartnäckigsten Thesen herausgepickt und zeigen, wie Ihr sie im Handumdrehen entkräften könnt.  

1. Die Sonne ist an allem schuld 

Die Sonne hat natürlich auch Einfluss auf unser Klima, aber Klimagegner sind davon überzeugt, dass eben dieser Stern – und nur dieser Stern – daran schuld ist, dass sich die Erde immer weiter aufheizt. 
Das stimmt nur nicht, denn die Sonnenaktivität nahm, wie Satellitenmessungen zeigen, in der Vergangenheit sogar ab und die Erdtemperatur stieg trotzdem weiter. In den letzten 100 Jahren trug die Sonne lediglich 15 Prozent zur globalen Erwärmung bei. Aktuelle Berechnungen schreiben ganze 76 Prozent dem von Menschen verursachten CO2-Ausstoß zu. Was uns schon zum nächsten Argument bringt.

2. Der menschliche CO2 Beitrag beeinflusst das Klima nicht

Um abzustreiten, dass wir mit unserem Verhalten maßgeblichen Einfluss nehmen, ist das Argument, dass auf uns Menschen nur wenig CO2 zurückzuführen ist, eines der beliebtesten unter den Klimaleugnern. 
Auf den ersten Blick stimmt diese Behauptung sogar, denn der von uns Menschen verursachte Anteil pro Jahr ist im Vergleich zu den CO2-Mengen, die insgesamt umgesetzt werden, recht überschaubar. 
Allerdings wird bei dieser Rechnung ein entscheidender Aspekt nicht berücksichtigt: Das CO2, das auf natürlichem Weg entsteht, wird auf demselben Weg wieder gebunden. Weil durch uns Menschen aber in den letzten Jahrzehnten zusätzliche und dadurch ausschlaggebende Mengen an Kohlenstoff in die Atmosphäre gelangt sind, geht die hohe CO2-Konzentration eben doch auf unser Konto.

3. Das Klima ändert sich schon immer

Schon bevor es Menschen gab, änderte sich das Klima. Es gab Eiszeiten, irgendwann verschwand dieses Eis und es wurde wieder wärmer. Ohne jeden menschlichen Einfluss. Und weil das so war, glauben Klimagegner daran, dass die aktuellen Entwicklungen natürlich sind – wie schon in früheren Zeiten. Dagegen spricht, dass die Eiszeit beispielsweise 1.000 Jahre gedauert hat, bis sie verschwand. Ebenfalls 1.000 Jahre hat es gebraucht, bis das Klima weltweit um 1 Grad gestiegen ist. Heute verzeichnen wir in viel kürzerer Zeit, nämlich in knapp 100 Jahren, schon den gleichen Temperaturanstieg. Damit ist es nahezu unmöglich, dass es sich bei diesen drastischen Veränderungen um natürliche Prozesse handelt. 

4. Der Weltklimarat macht nur Panik

Der Weltklimarat, also das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist ein Zusammenschluss von über 1.000 Wissenschaftlern auf der ganzen Welt. Er ist mitverantwortlich dafür, dass wir so viel über den Klimawandel wissen, weil er Forschungsergebnisse und Studien zusammengetragen und veröffentlicht hat. Dennoch behaupten Kritiker, dass durch den Weltklimarat mehr Furcht als Wissen verbreitet wird. Denn anhand von Klima-Modellen wird bis zum Jahr 2100 eine beunruhigende Erwärmung der Erdatmosphäre von 1,4 auf 5,8 Grad Celsius prognostiziert, falls wir nichts gegen den CO2-Anstieg unternehmen. Und auch wenn mögliche Zukunftsszenarien beängstigend sind, müssen wir uns dieser Prognose stellen, solange wir noch etwas unternehmen können. Renommierte Forscher wie NGOs sind sich leider einig, dass der Klimawandel existiert und der Mensch zu einem großen Teil dazu beiträgt. 

5. Man kann nicht so weit vorausschauen

Klimagegner bestreiten, dass man Vorhersagen treffen kann, die so weit in der Zukunft liegen. Selbst das Wetter der nächsten Tage lässt sich kaum exakt bestimmen. Woher wollen Forscher dann wissen, wie das Klima in hundert Jahren aussieht? 
Das vermeintlich gute Wetter mit viel Sonnenschein am Wochenende mag nicht immer zuverlässig eintreffen, nur sind kurzfristige Wettervorhersagen und langfristige Klimaprognosen nicht miteinander vergleichbar. Das Wetter ist unbeständig, wird durch viele Faktoren beeinflusst und es geht immer um Prognosen in naher Zukunft – im Gegensatz zum Klima. Hier gilt es, Veränderungen über mehrere Jahre, Jahrzehnte und Jahrhunderte zu messen und auszuwerten, wie zum Beispiel die Erderwärmung bedingt durch Treibhausgase.

6. Dürren? Es regnet doch die ganze Zeit

Neben den extremen und anhaltenden Temperaturen gibt es immer wieder heftige Unwetter. Auf die damit verbundenen Regenfälle bezieht sich diese Aussage, denn damit gäbe es doch noch reichlich Wasser. 
Aber diese Hitzewellen, Dürren und unwetterartigen Regenfälle sind Anzeichen für den Klimawandel. Die Landwirtschaft ist dabei Opfer und Mitverursacher zugleich. 70 Prozent des Wasserverbrauchs geht auf sie zurück, so ein Sonderbericht des Weltklimarats. Deshalb muss gerade in diesem Bereich umgedacht werden. Würden wir Menschen uns mehr von pflanzlichen und nachhaltig produzierten tierischen Lebensmitteln ernähren, wäre es möglich bis 2050 mehrere Millionen Quadratkilometer Land der Natur zurückzuführen. Die wichtige Konsequenz daraus wäre wiederum, dass der Kohlendioxid-Ausstoß erheblich verringert werden würde.  

7. Meeresspiegelmessungen sind fehlerhaft

Bereits seit Jahrzehnten schmelzen Gletscher. Genau wie das Festlandeis in Grönland langsam zurückgeht und sogar Dauerfrostgebiete anfangen zu tauen. Diese Entwicklung ist erwiesen und trägt dazu bei, dass der Meeresspiegel steigt. Diese Tatsache lässt sich nicht abstreiten. Lediglich die Schätzungen über das gesamte Ausmaß schwanken. Dabei geht es allerdings nur um Regionen der Erde und um die Menge des Anstiegs, nicht aber um einen generellen Zweifel daran. Noch dazu ist der Anstieg des Meeresspiegels von einigen Faktoren abhängig: Beispielsweise wohin Wind- und Meeresströmungen das Wasser treiben oder ob sich tektonische Platten heben oder senken. 

8. Mehr Wärme bringt auch Vorteile

Für bestimmte Regionen und auch für manche Pflanzen und Tierarten mag das der Fall sein, allerdings sind sich ebenfalls bei dieser Aussage alle Wissenschaftler einig, dass die Nachteile deutlich überwiegen. Das liegt vor allem an der Schnelligkeit, mit der sich das Klima ändert und mit der gleichzeitig die Wärme steigt und künftig steigen wird. Doch wo es dem Menschen schwerfällt schnell etwas zu ändern, können sich vor allem Tier- und Pflanzenarten auch physisch nicht so rasch auf die veränderten Bedingungen einstellen. Die Konsequenz: Einige Pflanzen und Tierarten sind bereits ausgestorben und werden es auch weiter tun, wenn wir nichts ändern! Das ist nicht nur traurig, sondern auch für uns Menschen kritisch, weil das empfindliche Gleichgewicht der Natur gestört wird und diese Entwicklung uns die Lebensgrundlage entziehen kann.

 

Trotz der hier vorgestellten Behauptungen und einiger anderer Argumente lässt sich der Klimawandel nicht mehr leugnen. Deshalb ist „Zeit“ ein entscheidender Faktor. Denn wir brauchen sie, um umzudenken und unser klimaschädliches Verhalten zu ändern. Bäume können uns einen solchen Zeitjoker verschaffen. Schließlich haben sie die besondere Gabe, Sauerstoff aus Kohlenstoffdioxid zu spalten. Und weil das so ist, haben wir das Projekt #waldverbesserer ins Leben gerufen, welches gemeinsam mit Plant-for-the-Plant ein wichtiges Ziel verfolgt: eine Milliarden Bäume zu pflanzen und somit weltweit für mehr Grün zu sorgen.  

Die Techniker

Mit der „Sauerstoffmaschine“ Baum gegen die Klimakrise. Wir packen ab sofort die Schaufel aus und pflanzen mit unserem neuen Projekt #waldverbesserer gegen den Klimawandel an. Wirklich jeder Baum hilft, CO2 zu binden und unsere Luft zu verbessern – weltweit. Werde auch Du zum Baumpflanzer und unterstütze mit uns das Projekt Plant-for-the-Planet.

Projekt läuft bereits seit 14.06.2019

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