Bäume – die Grüne Lunge unserer Städte

Sie sind schön anzusehen und sorgen inmitten des Großstadttrubels für eine entspannte Atmosphäre: Bäume! Allerdings sind sie und andere Grünpflanzen weit mehr als nur optisches Highlight und Ruhepol. Schließlich übernehmen sie ganz erstaunliche Funktionen. 

Ahorn, Linde, Eiche, Buche – egal welche Bäume wir in Parks, Grünanlagen oder Straßenzügen antreffen – sie alle prägen das Stadtbild. Man findet sie in Gruppen gepflanzt, mal säumen sie eine Allee und manche von ihnen erreichen sogar ein historisches Alter und werden damit zu einem Wahrzeichen. 
Eine Sache vereint aber alle Bäume in der Stadt: Sie haben kein leichtes Leben, weil sie unter widrigsten Umständen wachsen und gedeihen müssen. Da wäre zum einen der wenige Raum, der ihnen zur Verfügung steht. Ihre Wurzeln haben dadurch kaum Platz und können sich nur schwer ausbreiten. Hinzu kommt die hohe Hitzebelastung durch den Asphalt, aber auch durch die Wärme, die von umstehenden Gebäuden und Fassaden abstrahlt. Sie müssen mit den unterschiedlichsten Lichtbedingungen ebenso klarkommen wie mit Abgasen und Schadstoffen in der Luft. Manchmal wird ihre Rinde durch Bauarbeiten oder Unfälle verletzt, was sie anfälliger für Schädlinge macht. Auch die Klimaveränderung führt zu neuen Krankheiten und längeren Trockenzeiten, die so ein Baum in der Stadt verkraften muss. Im Vergleich zu Parks und Wäldern, wo der Boden durch einen natürlichen Kreislauf voller Nährstoffe steckt, müssen die grünen Giganten selbst beim Erdreich genügsamer sein. Und im Winter kämpfen sie mit Streusalz, das den Boden belastet. 

 

Überlebenskünstler Baum

Diese vielen ungünstigen Faktoren gehen natürlich nicht spurlos an den Bäumen vorbei. So dauert das Leben eines Stadtbaumes im Vergleich zu seinen Artgenossen in der Natur nicht immer ganz so lange. Bis zu 60 Jahre überlebt ein Baum im Durchschnitt an einer Straße laut Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. In Parkanlagen können Bäume immerhin bis zu 200 Jahre alt werden. Trotzdem schlagen sich unsere grünen Begleiter ganz wacker. Tiefwurzler beispielsweise, strecken ihre Wurzeln besonders weit nach unten ins Erdreich, wodurch sie besser an Wasser gelangen. Die Kiefer, mit Wurzeln bis zu 40 Meter tief, gehört zu dieser Baumart, aber auch Esche, Eiche und Lärche. Deswegen eignen sie sich auch für trockene Standorte und es besteht bei ihnen keine Gefahr, dass sie mit ihrem Wurzelwerk Fundamente, Wege oder andere Bauwerke beschädigen. Während wir in Stadtzentren hauptsächlich auf Ulmen, Eschen und Platanen stoßen, werden in Wohngebieten eher Ahorn, Linde oder Eichen gepflanzt. Nur ob unsere heimischen Arten auch in Zukunft anzutreffen sind ist fraglich. Denn Baumexperten sind auf der Suche nach robusteren, widerstandsfähigeren Bäumen, denen Klimawandel und Umwelteinflüsse nichts anhaben können. Zwei solcher Baumsorten wurden immerhin schon ausgemacht: der amerikanische Amberbaum und die japanische Ulme.

Neben ihrem hübschen Aussehen bringen Bäume noch viel entscheidendere Eigenschaften mit, die sich auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken. Neben der Tatsache, dass so ein riesiger Baum ordentlich Schatten spendet, produziert er eine Menge Sauerstoff. Eine 100-jährige Buche beispielsweise liefert 13 Kilogramm Sauerstoff am Tag und deckt damit den Tagesbedarf von zehn Menschen. Sie schafft es außerdem, eine ganze Tonne Staub im Jahr aus der Luft zu filtern. 
Und um bei solch anschaulichen Bildern zu bleiben: Ein gesunder Baum hat den gleichen kühlenden Effekt wie zehn Klimaanlagen, die 20 Stunden am Tag laufen. Damit verschaffen Bäume nicht nur uns Menschen eine ordentliche Portion Abkühlung ¬– in ihrer unmittelbaren Umgebung können das bis zu drei Grad sein – sie kühlen auch Asphalt, Gehwege und Häuser. Obendrein können sie als Lärmschutz eingesetzt werden und bieten einen Erholungsraum. Denn ein Spaziergang im Park, abgeschottet von Straßen und umringt von Grün, lässt uns entspannen und wir fühlen uns gleich ein bisschen wohler. Auch Insekten, Vögel, Eichhörnchen und Co. freuen sich über ein grünes Zuhause in der Stadt. Das alles macht unsere Stadtbäume unverzichtbar und zu echten Weltverbesserern. 

 

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Die Techniker

Mit der „Sauerstoffmaschine“ Baum gegen die Klimakrise. Wir packen ab sofort die Schaufel aus und pflanzen mit unserem neuen Projekt #waldverbesserer gegen den Klimawandel an. Wirklich jeder Baum hilft, CO2 zu binden und unsere Luft zu verbessern – weltweit. Werde auch Du zum Baumpflanzer und unterstütze mit uns das Projekt Plant-for-the-Planet.

Projekt läuft bereits seit 14.06.2019

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Wir müssen handeln und zwar schleunigst. Um gegen die Erderwärmung und den Klimawandel anzugehen, geht’s jetzt für uns Weltverbesserer mit unserem Projekt #waldverbesserer in die zweite und entscheidende Runde.

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