Lebensmittel-Verschwendung

Aus Liebe zum Essen

Wie Du Food Waste vermeiden kannst

Große Mengen an Lebensmitteln werden produziert, verarbeitet, verpackt, transportiert, gelagert und dann weggeworfen. Die Lebensmittelverschwendung ist ein gesellschaftliches Problem und reicht vom Feld bis auf den Teller. Eine Ursache für das frühzeitige Entsorgen ist das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), das von vielen Verbrauchern leicht als Verfallsdatum missverstanden wird. Aus diesem Grund wandern Tag für Tag Lebensmittel in den Müll, deren Mindesthaltbarkeit zwar überschritten ist, die aber noch ohne Bedenken verzehrt werden könnten. Was viele nicht wissen: Das MHD gibt lediglich an, bis wann der Hersteller die höchste Produktqualität garantiert. 

Wir finden: Gute Lebensmittel gehören nicht in den Müll, sondern auf den Teller! Um das große Wegwerfen zu verhindern, machen wir auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam und zeigen Dir, wie Du Food Waste ganz einfach vermeiden kannst.

Das große Wegwerfen in Deutschland

Laut WWF finden jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel ihren Weg in deutsche Mülleimer. Das ist ein Drittel der einheimischen Lebensmittelproduktion und entspricht dem Gewicht von 90.000 ausgewachsenen Blauwalen oder 90 Elbphilharmonien. Obwohl 60 Prozent der Abfälle bereits in der Wertschöpfungskette durch Industrie und Handel entstehen, gehen über 7 Millionen Tonnen allein auf das Konto von Privatpersonen. Demnach produziert jeder Bundesbürger rund 82 Kilogramm Lebensmittel-Abfall im Jahr. Statistisch umgerechnet entspricht das einem jährlichen Beitrag von 235 Euro pro Kopf. Spätestens jetzt sollte wirklich jedem klar sein: Lieber zweimal hinschauen als sofort wegschmeißen!

Ein großes Missverständnis: Das Mindesthaltbarkeitsdatum

Stell Dir vor, Du schaust Deine Lieblingsserie und hast Lust auf einen cremigen Joghurt. Du gehst zum Kühlschrank, prüfst das MHD und stellst fest, dass es schon seit einer Woche überschritten ist. Daraufhin landet der Joghurt im Müll und Du ärgerst Dich, weil Du eigentlich großen Appetit darauf hattest. Dabei könnte es so einfach sein! Fakt ist nämlich: Die meisten Lebensmittel, die wir in den Müll werfen, gehören dort noch lange nicht hin. Ein abgelaufenes MHD bedeutet nicht, dass ein Produkt verdorben oder gesundheitsschädlich ist. Es ist lediglich die Empfehlung des Herstellers, der bis zu diesem Datum spezifische Eigenschaften wie Geschmack, Geruch und Farbe garantiert. So kannst Du mit einem Blick unter den Joghurtdeckel sowie einer Geruchs- und Geschmacksprobe ganz easy und schnell feststellen, dass der Joghurt noch nicht verdorben ist.

Was Du gegen Food Waste tun kannst 

Um die Verschwendung von Nahrung zu vermeiden, solltest Du wissen, dass Du viele Produkte auch nach dem MHD noch ruhigen Gewissens genießen kannst. Tatsächlich gibt es zahlreiche Lebensmittel, die sich noch mehrere Monate bis Jahre halten, obwohl das MHD bereits überschritten ist. Dazu gehören beispielsweise Reis, Nudeln, Kaffee und auch Kakao. Bewusster Konsum geht mit den Sinnen – also vertraue deiner Wahrnehmung und überprüfe abgelaufene Artikel auf Aussehen, Geruch, Konsistenz und Geschmack. Solltest Du Dir trotzdem einmal unsicher sein, bietet dir das Online-Portal des Verbraucherzentrums viele Tipps und Tricks zur Lebensmittelrettung.

Reste sind das Beste!

Um etwas gegen Food Waste zu unternehmen, musst Du nicht Deine komplette Ernährung auf den Kopf stellen. Lass Dir dabei ganz einfach von Deinem Smartphone helfen! Es gibt praktische Helfer, wie zum Beispiel die „Zu gut für die Tonne!“-App, mit der Du im Handumdrehen übriggebliebene Lebensmittel in köstliche Gerichte verwandelst. Die App enthält Hunderte Rezepte aus Resten und gibt Dir außerdem wertvolle Tipps für Deinen Einkauf und zur richtigen Aufbewahrung Deiner Lebensmittel. Eine weitere App, mit der Du Essen retten kannst, heißt „Too Good To Go“. Wir haben sie hier bereits in einem Artikel vorgestellt. Neugierig? Dann lass Dir das #weltverbessern schmecken!



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