Bergwaldprojekt

Aktion Aufbäumen!

Das Bergwaldprojekt rettet unsere Wälder

Erinnerst Du Dich an deinen letzten Waldspaziergang? Weißt du noch, welche Geräusche Du wahrgenommen hast? Oder welchen Tiere Du begegnet bist? Woran wir uns sicher alle erinnern, sind die Ruhe und die friedliche Atmosphäre der Natur, denn sie hat nachweislich eine beruhigende Wirkung auf uns Menschen. Leider ist dieser natürliche Ruhepol in Gefahr. Die Waldflächen in Deutschland werden immer weniger. Früher waren 90 % der Fläche Deutschlands bewaldet. Heute sind es jedoch nur noch 31 %. Die Hauptverursacher sind, richtig, wir Menschen. Immer mehr Wald-, Wiesen- und Moorflächen werden abgeholzt oder umgewandelt, um Platz für Bauprojekte und Nutzflächen zu schaffen. Oder um den Abbau von Rohstoffen zu ermöglichen, die sich unter den Wäldern in der Erde befinden. Außerdem leiden die noch bestehenden Wälder unter den Schadstoffen, die von der Industrie, der Landwirtschaft oder vom Verkehr produziert werden. Dabei sind naturnahe Wälder und Moore super wichtig für unser Klima! Sie filtern die Luft und speichern Kohlenstoff. Zudem sind sie wichtige Lebensräume für unzählige Tier- und Pflanzenarten.

Die Folgen der Abholzung für den Klimawandel kennen wir eigentlich alle. Aber tun wir auch aktiv etwas dafür, um diesen Prozess zu stoppen? Eine fleißige Gruppe aus Würzburg hat es sich zum Ziel gesetzt, genau dies zu tun – und Du kannst sie dabei unterstützen!

Bergwaldprojekt Moorarbeiten
Im Nationalpark Bayerischer Wald kümmern sich die Helfer um das Moor, denn es speichert CO2 und ist gleichzeitig ein wichtiger Wasserrückhalt. (Credit: Bergwaldprojekt e.V.)

Das Bergwaldprojekt aus Würzburg engagiert sich seit über 20 Jahren für den Schutz und Erhalt des heimischen Ökosystems in den Bergwäldern der Alpen, im Mittelgebirge, in den Nationalparks und in Biosphärenreservaten. Dank ihrer Hilfe wurden in Deutschland mehr als zwei Millionen Bäume gepflanzt, Hunderte Hektar Wald und Biotope gepflegt, Schutzwälder saniert, Wildbäche renaturiert und Dutzende Hochmoore wiedervernässt. Der gemeinnützige Verein setzt sich aus 25 ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen und wird von erfahrenen ProjektförsterInnen geleitet. Alle Projekte werden in Zusammenarbeit mit Partnern der örtlichen Forst- und Nationalparkbehörden geplant, um genau zu schauen, in welchen Gebieten dringend Hilfe benötigt wird und wo die ökologische Situation zu kippen droht.

Der Weg dahin führt über zwei Schritte: umdenken und handeln. Den Organisatoren des Projekts ist es wichtig, mehr Verständnis für die Zusammenhänge der Natur zu schaffen und den Menschen bewusst zu machen, wie abhängig unser Leben von einem gesunden Wald ist. Nur so kann eine breite Öffentlichkeit lernen, wie ein naturverträglicher Umgang mit den natürlichen Ressourcen funktioniert. Hat der Kopf erst mal verstanden, warum der Waldschutz wichtig ist, fällt es wesentlich leichter, aktiv zu werden und sich für die gute Sache zu engagieren.

 

Bergwaldprojekt Wildlinge setzen
Wildlinge zu ziehen ist nur eine von vielen Aufgaben, die der Verein übernimmt, um die hiesigen Wälder zu schützen und wieder zu renaturieren. (Credit: Bergwaldprojekt e.V.)

„Erst wenn mehr Menschen verstehen und aktiv daran mitwirken, selbst ein Teil der Veränderung zu sein, die wir dringend benötigen, werden wir unsere Lebensbedingungen auch für zukünftige Generationen erhalten.“

Da man gemeinsam immer mehr schafft als alleine, haben bereits tausende Freiwillige dabei geholfen, die Wälder zu schützen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Das Projekt freut sich über Spenden und neue Waldschützer-Unterstützer (Infos zur Fördermitgliedschaft). Mithilfe des Geldes werden die einzelnen Aktionen finanziert und notwendiges Material besorgt. Und: Du kannst selber aktiv werden! Der Verein veranstaltet regelmäßig Projektwochen an über 45 Einsatzorten in Deutschland, in denen die Teilnehmer den Wald, dessen Pflanzen, Bäume und Tiere sowie das Ökosystem dahinter besser kennenlernen – und direkt tatkräftig mit anpacken können.

Unter der Leitung von FörsterInnen und LandschaftsökologInnen werden verschiedene Naturschutzarbeiten geplant und umgesetzt. Geschlafen wird in einfachen Forsthütten oder Ferienlagerhäusern. Und fürs leibliche Wohl sorgt das Küchenteam mit regionaler, saisonaler und vegetarischer Kost. Die Teilnahme ist übrigens kostenlos. Kurzum: die perfekte Klassenfahrt für Weltverbesserer! Bis Ende des Jahres sind sogar noch Plätze für ausgewählte Termine frei (Infos zu den Projektwochen). Es gibt zudem spezielle Angebote für Familien mit Kindern sowie integrative Projektwochen für Menschen mit Behinderungen oder Flüchtlinge. Also: reinschauen, anmelden, aufbäumen!

Bergwaldprojekt Anpacken
Anpacken und hautnah erleben, wie Umweltschutz funktioniert: Bei den Projektwochen kann jeder etwas dazu beitragen, um die Wälder, Moore und Biosphärenreservate zu retten. (Credit: Bergwaldprojekt e.V.)


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