weltverbesserer Machen 7 Gründe für Weltverbesserer jetzt aufs Fahrrad zu steigen

7 Gründe für Weltverbesserer jetzt aufs Fahrrad zu steigen

Foto: CC0 Public Domain / Pexels - Pixabay

Der Frühling lässt sich durch nichts aufhalten und ganz ehrlich: Wir alle sehnen uns in diesen verrückten Zeiten doch nach ein bisschen „Normalität“. Zum Glück ist das Rad bereits erfunden und gibt uns die Möglichkeit einfach mal rauszukommen. Und es gibt noch mehr Gründe für Weltverbesserer, jetzt das Fahrrad aus dem Keller zu holen und eine Runde zu drehen.

1. Abstandhalten leicht gemacht

In diesen Zeiten wird der gute alte Drahtesel zum „Fluchthelfer“ par excellence. Er lässt uns, wild in die Pedale tretend, für einen Moment alle Ausgangsbeschränkungen vergessen. Die Hände am Lenkrad, den Weg fest im Blick, verspüren wir das, was uns am meisten fehlt: Freiheit. Und das Beste daran ist: Mit dem Rad hält man sich fast von selbst an die derzeit wichtigste aller Regeln, nämlich den Abstand zueinander.

2. Radeln ist gut für das Klima

Wer aufs Rad steigt, schützt das Klima. Zwar fahren auch PKW heute klima- und umweltverträglicher als noch vor ein paar Jahren. Doch das wachsende Verkehrsaufkommen insgesamt führt dazu, dass sich die bisher erkämpften Verbesserungen teilweise wieder aufheben (Quelle: UBA).

Doch wir brauchen das Auto oft gar nicht. Laut Experten könnten bis zu 30 Prozent aller Autofahrten auch mit dem Rad erledigt werden. Das würde die Umwelt entlasten, das Klima schonen und damit auch die Welt verbessern. Denn knapp die Hälfte aller Autofahrten beinhalten tatsächlich weniger als fünf Kilometer Strecke. Mit dem Fahrrad käme man da ohne Parkplatzsuche schneller ans Ziel und emissionsfrei, leise und klimaschonend ist es auch noch.

3. Fahrradfahren liegt im Trend

Die repräsentative Online-Befragung „Fahrrad-Monitor Deutschland 2019“ (Quelle: BMVI) zeigt: Radfahren liegt im Trend und die Radler werden immer mehr.

Insgesamt nutzen 44 Prozent ihr Rad täglich oder mehrfach in der Woche. Im Vergleich zu 2017 stieg die regelmäßige Nutzung damit um drei Prozent, im Vergleich zu 2015 um sechs Prozent. 76 Prozent aller deutschen Haushalte haben mindestens ein Fahrrad und 14 Prozent haben ein Pedelec, also ein Fahrrad mit elektrischer Unterstützung.

Die Befragung zeigt auch: Die jüngsten Teilnehmer (14-19 Jahre), fahren vor den 20-29-jährigen am häufigsten mit dem Rad. Mit zunehmendem Alter geht die Nutzung allerdings wieder zurück. Wer sich auf dem Rad nicht fit oder unsicher fühlt, für den sind die Pedelecs eine gute Alternative.

2019 zeichnete der Fahrradklima-Test die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands aus. Neu auf dem ersten Platz löste Karlsruhe Münster ab. Freiburg folgte auf dem dritten Platz. Spitzenreiter bei den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern ist Bremen, gefolgt von Hannover und Leipzig.

4. Einfach mobil und schön flexibel

Die meisten nutzen ihr Rad als Verkehrsmittel aus Gründen der Flexibilität. Kein Warten auf den öffentlichen Nahverkehr, keine Parkplatzsuche – das Fahrrad ist einfach praktisch und platzsparend und die Nerven schont der Verzicht auf Parkplatzsuche und Spurwechselstress auch noch. Das Sicherheitsgefühl beim Radeln auf der Straße ist von 53 Prozent (2017) auf 56 Prozent angestiegen (Quelle: BMVI) und immerhin 38 Prozent tragen auf dem Rad inzwischen einen Helm. Wichtige Anliegen bleiben den Radlern der Ausbau der Radwege und eine bessere Trennung von Rad- und Autofahrern.

5. Fahrradfahren spart Geld

Wer aufs Rad steigt, der spart vor allem das Geld für Benzin. Wer keinen PKW hat, der spart sich dafür das Ticket für den ÖPNV. Überschlägt man das, landet man bei einem Monatsticket für durchschnittlich 60 Euro, jährlich immerhin schon bei 720 Euro. Dafür bekommt man ein ordentliches Fahrradmodell, einen Helm und Regenkleidung.

Natürlich kostet auch ein Rad im Unterhalt. Da hat sich die französische Regierung aus aktuellem Anlass auch schon eine Maßnahme einfallen lassen. Sie fördert die Frühjahresreparatur der Räder mit einem Bonus von bis zu 50 Euro. Die Idee dahinter: Möglichst viele Menschen sollen mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen.

Auch in Deutschland stehen solche Ideen in der Diskussion. Natürlich nutzt man bei schlechtem Wetter schon mal Bus oder Straßenbahn. Aber am Ende bleibt der Drahtesel die beste Variante – für den Geldbeutel und den Besitzer. Und wem das noch zu teuer ist, der kann sich beim Radsharing anmelden und mietet sich eben nur dann ein Fahrrad, wenn er wirklich eines braucht.

6. Wer fährt, bleibt fit

Radeln hält fit und immerhin 34 Prozent aller Deutschen fahren Rad unter sportlichen Aspekten. Bei den jüngeren Menschen (unter 16 Jahre) liegt Radsport mit 11 Prozent an dritter Stelle, direkt hinter Fußball mit 22 Prozent und Schwimmen mit 16 Prozent (Quelle BMVI).

„Radfahren ist das ideale Herz-Kreislauf-Training. Re­gel­mä­ßi­ges Fahr­rad­fah­ren senkt den Blut­druck und ver­rin­gert das Herz­in­farkt­ri­si­ko“, erklärt Professor Dr. Martin Halle, ärztlicher Di­rek­tor des Zen­trums für Prä­ven­ti­on und Sport­me­di­zin der TU Mün­chen in einem Interview. „Drei- bis vier­mal wö­chent­lich 30 Mi­nuten Rad­fah­ren ver­län­gert das Le­ben in Ge­sund­heit um etwa zehn Jah­re“, so der Mediziner.

Perfekt, dann doch direkt den Arbeitsweg als Trainingsstrecke nutzen und sich damit etwas Gutes tut. Zudem gilt, wer re­gel­mä­ßig Fahrrad fährt, ist zu­frie­de­ner und aus­ge­gli­che­ner. Das ist vor allem bei Stress hilfreich. Auch wer abnehmen will, kommt hier voll auf seine Kosten. 75 Pro­zent des Kör­per­ge­wichts werden durch den Sattel gestützt und entlasten damit die Ge­len­ke in den Bei­nen.

7. Dein Begleiter ins Abenteuer

Wer täglich mit dem Auto oder der U-Bahn fährt, kennt meistens nur den einen Weg. Hinter dem Steuer ist man voll auf den Straßenverkehr konzentriert und im Bus – geben wir es doch ruhig zu – stecken alle die Nase ins Mobiltelefon. So nehmen wir nichts von unserer Umgebung wahr.

Anders beim Fahrradfahren. Klar, wenn es schnell gehen muss, führt der kürzeste Weg direkt ins Büro. Doch schon der Heimweg bietet die Möglichkeit für einen Schlenker, einen Umweg oder eine neue Strecke.

Wer mit offenen Augen durch die Welt radelt, erlebt dabei manches Abenteuer. Neue Straßen und Dinge entdecken schafft tiefe Zufriedenheit und wenn man Zuhause vom Rad steigt, ist man entspannt und im Feierabend. Das Fahrrad ist damit ein perfekter Begleiter, der im Alltag für Entspannung sorgt.