weltverbesserer Leben 7 Feel-Good-Serien, die nach einem harten Tag guttun

7 Feel-Good-Serien, die nach einem harten Tag guttun

Foto: sebra / stock.adobe.com

Die letzte Mail ist raus, das Kind schläft, der Tag hängt dir in den Knochen. Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, um endlich mal all die Dinge zu machen, zu denen man nie kommt. Aber, irgendwann ist einfach Feierabend. Darum gibt es hier ein paar Serien, zum Anschalten und Abschalten.

Endlich Feierabend und damit der ideale Zeitpunkt, um jetzt endlich den dicken Wälzer zu lesen, den du schon X Mal angefangen hast, um endlich dein neues Instrument zu lernen oder diese neue Sprache, für die du dir extra diese App heruntergeladen hast. Aber manchmal will man einfach nur abschalten und sich entspannen. Diese sieben Feel-Good-Serien helfen dir, nach einem anstrengenden Tag mal wieder herzhaft zu lachen.

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Scrubs

Der absolute Comedy-Klassiker, der eine so einfache wie geniale Idee hat: Warum machen wir aus einer Krankenhaus-Serie wie Emergency Room oder Grey’s Anatomy nicht einfach eine Comedy-Serie.

So folgen wir JD, Turk und Carla und ihren Kollegen, die alle an einem großen Krankenhaus arbeiten. Einerseits lernen wir dabei wie Ärzte und Chirurgen ausgebildet werden, aber auch was der Alltag einer Krankenschwester oder eines Hausmeisters ist. Und auch wenn jede Folge auf einen emotionalen Höhepunkt hinarbeitet, glänzt „Scrubs“ vor allem durch seine unheimlich harmonische Figurenkonstellation. Gerade JD und Turk, strahlen ein tolles Bild einer liebevollen Männerfreundschaft aus, die zum Dahinschmelzen ist. Getoppt durch JDs witzige Tagträume, die das Highlight der Serie sind.

Es gibt übrigens gerade einen Podcast „Fake Doktors, Real Friends“, in dem die beiden Schauspieler nochmal alle Folgen Revue passieren lassen. Wer also gerade einen Scrubs-Rewatch starten oder sich zum ersten Mal mit der Serie beschäftigen will, kann da etwas über die lustigen Produktionsbedingungen erfahren.

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New Girl

Eigentlich war dieses Konzept schon durch: Ein paar verwirrte Großstädter leben zusammen in einer WG und stolpern durch ihren seltsamen Alltag. Das haben wir bei „Friends“, „How I Met Your Mother“ und „Seinfeld“ doch schon alles gesehen? Warum ist „New Girl“ dann so verdammt lustig?

Das liegt daran, dass das Comedy-Writing hier auf einem anderen Level ist. Wenn man keine klassische Sitcom mit Publikumsgelächter macht, muss man sich was einfallen lassen. Für die Macher von New Girl war die Lösung: Die Dialoge müssen verdammt schnell geschnitten werden. Und das funktioniert!

Die Serie erzählt die Geschichte der Grundschullehrerin Jess, die zum verpeilten Nick, dem Overachiever Schmitt und dem liebenswürdigen, aber seltsamen Winston in die Wohnung zieht. Was entsteht, sind unfassbar ulkige Alltagssituationen, die vor allem durch die Hassliebe von Schmitt und Nick zum Gag-Feuerwerk werden. Schnell sind die Charaktere einem so vertraut, dass man am liebsten alle Folgen am Stück schauen möchte.

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Schitt’s Creek

Eine Serie, die in Deutschland noch ein bisschen unter dem Radar schwimmt, ist durch ihre vielen Emmy-Gewinne im letzten Jahr, bei vielen auf der Watchlist aufgetaucht: Und sie lohnt sich.

In der kanadischen Produktion „Schitt’s Creek“ verliert eine reiche Familie alles außer einen heruntergekommenen Ort, den sie sich vor Jahren mal als Scherz gekauft haben: Schitt’s Creek. Dort angekommen müssen sie sich Arbeit suchen und treffen in ihrem neuen Zuhause –  einem abgeranzten Motel – auf allerlei kauzige Dorfbewohner.

Vor allem Catherine O’Hara  als ehemalige Soap-Diva und Chris Elliott als der seltsame Bürgermeister sind eine Sensation. Gleichzeitig erzählt die Serie mit einer ordentlichen Portion Humor viel über Reichtum und Klasse, wird dabei aber nie böse, sondern bleibt immer angenehm wohlwollend.

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Gilmore Girls

Manchmal will man sich in einer Serie einfach nur zu Hause fühlen. Gilmore Girls ist genau so eine Serie. In diesem Fernseh-Klassiker der jahrelang im deutschen Fernsehen rauf und runter gelaufen ist, steht eine Beziehung im Mittelpunkt, die eigentlich ungewöhnlich ist. In der Serie geht es um Lorelai und ihre Tochter Rory, die vor allem Freundinnen sind. Da wir irgendwann noch Lorelais Mutter kennenlernen, schafft es die Serie, witzig und unverstellt Generationenfragen zu verhandeln.

„Gilmore Girls“ lebt aber vor allem von den unfassbar schnell geschriebenen, dynamischen Dialogen, dem ulkigen Figurenensemble des Ortes „Stars Hollow“ und der liebevollen Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Vielleicht eine Beziehung, die viele von uns sich mit den eigenen Eltern wünschen würden. Oder auch nicht. „Gilmore Girls“ ist wie ein kuscheliger Weihnachtsbesuch, der einfach nicht enden will.

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Black-ish

Lange Jahre waren die erfolgreichen Sitcoms und Comedy-Shows in den USA vor allem von Weißen produziert. Frühe Lichtblicke wie die „Cosby-Show“ sind heute aufgrund ihres Hauptcharakters leider schwierig anzuschauen. Andere wie „Der Prinz von Bel-Air“ waren revolutionär, haben sich aber noch nicht so mutig an gesellschaftliche Themen herangetraut.

„Black-ish“ macht das anders. In dieser Familienkomödie geht es um eine schwarze wohlhabende Familie, die in einer weißen Vorstadt wohnt und sich überlegen muss, wie sie dort mit ihrer Identität umgeht. Was tut man, wenn der eine Sohn seinen schwarzen Namen ablegen und eine Bar Mitzvah will? Ganz einfach, man veranstaltet eine Bro-Mitzvah!

„Black-ish“ findet clevere und vor allem lustige Antworten auf gesellschaftlich relevante Fragen. Es geht um Stereotype, Dating, Karriere und den Generationenkonflikt: Laurence Fishburn brilliert hier beispielsweise als mürrischer Großvater.

Hervorzuheben ist vor allem die aktuelle Staffel, die sich mit der Covid-19-Pandemie auseinandersetzt und jedem Familienmitglied eine andere gesellschaftlich relevante Rolle zuteilt. Und trotzdem bleibt Black-ish bei allem so bodenständig und sympathisch.

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Easy

Die Themen Großstadt und Sexualität gehen spätestens seit „Sex and the City Hand in Hand. Wir lieben es kauzigen Charakteren dabei zuzuschauen, wie sie Abenteuer erleben, von den wir selbst nur träumen, und Probleme ausbaden, die wir selbst vielleicht nicht mal im Freundeskreis besprechen.

Was bei Serien wie „How I Met Your Mother“ aber das Problem ist, dass sie oft sehr stark in gesellschaftlichen Mustern verhaftet sind. Homosexuelle Charaktere, oder Menschen, die sexuell sehr aktiv sind, bleiben oft witzige Randerscheinungen, aber stehen nie wirklich im Fokus. „Easy“ ändert das.

In der Serie folgen wir verschiedenen Menschen in Chicago, die alle mit ganz unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben. Das Besondere ist, dass die Serie aus diesen ganz verschiedenen sexuellen und politischen Identitäten nicht nur Konflikte oder Lacher generiert, sondern vor allem positive Diskussionen entstehen lässt.

Wenn man Easy schaut, hat man immer das Gefühl: Warum können nicht alle Menschen so offen füreinander sein? Und: Die Serie ist sehr einfach wegzuschauen, es gibt nur 25 kurze Folgen, die nicht direkt aufeinander aufbauen, sondern eher Bezüge untereinander entwickeln. Eine wirklich schöne Serienerfahrung.

Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Tyler Franta

Parks & Recreation

Nachdem es immer weniger klassische Sitcoms gab, hat sich schnell ein neues Comedy-Genre etabliert: Die Mockumentary. Wie bei „Stromberg“ erleben wir in solchen Formaten, wie ein Fake-Doku-Team Menschen bei der Arbeit begleitet. Workplace-Comedy nennt man das auch, die Stromberg-Vorlage „The Office“ hat’s vorgemacht.  

Selten hat das allerdings so gut funktioniert wie bei „Parks and Recreation“, eine Serie aus der heutige Mega-Stars wie Chris Pratt hervorgegangen sind. In der fiktionalen Stadt Pawnee in Indiana begleiten wir die Angestellten der Stadtplanungsbehörde, die hauptsächlich daran arbeiten, ihre eigene Karriere zu pushen.

 Jeder, der sich schon mal gewundert hat, warum Politik so seltsam zäh funktioniert, findet bei Parks and Recreation die Antwort. Gleichzeitig entlässt einen die Serie aber immer mit dem positiven Gefühl, dass das eben auch nur Menschen sind, die eben mit ihren ganz persönlichen Eigenheiten zu kämpfen haben. Wer sich noch nicht an die Serie rangewagt hat, kann hier eines der Comedy-Highlights der letzten Jahre entdecken.

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