weltverbesserer Machen 10 Lifehacks für ein gesünderes Leben

10 Lifehacks für ein gesünderes Leben

Foto: Anna Nekrashevich / Pexels

Das Leben in unserer Leistungsgesellschaft dreht sich immer mehr um höher, schneller, weiter.  Wir sollen fit und gesund sein, um unseren Beitrag zur Allgemeinheit leisten zu können. Dabei bleibt gerade mit dieser Herangehensweise die eigene Gesundheit auf der Strecke. Um im Alltag dennoch gesund und fit zu bleiben, helfen sogenannte Lifehacks, die einfach und smart umzusetzen sind. Wir stellen euch ein paar clevere Ideen vor.

Lange Stunden vorm Computer, sitzende Tätigkeiten, Stress oder falsche Ernährung machen uns krank. Darunter leiden wir, aber auch unser Umfeld und die Gesellschaft, sei es durch eine Belastung des Gesundheitssystems oder weil wir nicht mehr arbeiten und am Leben teilhaben können. Wer auf sich achtet und sich Gutes tut, schützt damit also nicht nur sich selbst, sondern letztendlich uns alle.

Damit das gelingen kann, müssen die Maßnahmen für die eigene Gesundheit leicht umzusetzen sein und sich einfach in unseren oft hektischen Alltag integrieren lassen. Lifehacks für mehr Gesundheit sind da ideal geeignet. Mit wenig Aufwand und Zeit machen sie unser Leben nicht nur gesünder, sondern auch leichter.

Lifehacks, was ist das überhaupt?

Der Begriff „Hack“ stammt ursprünglich aus der IT-Welt und meint dort einen technischen Kniff, einen ungewöhnlichen Lösungsansatz oder eine Möglichkeit, etwas zu umgehen, beispielsweise Sicherheitsmaßnahmen in einem System. Mittlerweile sind die Hacks im allgemeinen Sprachgebrauch angekommen und bezeichnen Tricks, Kniffe und unübliche Verwendungen verschiedener Gegenstände. Lifehacks sind also, wörtlich übersetzt, Lebenskniffe.

Etwas freier interpretiert handelt es sich bei Lifehacks um die kleinen Tricks, Kniffe und Workarounds, die unser Leben leichter machen sollen. Sei es jetzt durch die unübliche Verwendung von Gegenständen, Omas Hausmittelchen oder einfache Regeln, wie wir etwas für unsere Gesundheit tun können.

Lifehacks helfen aber nicht nur uns selbst, sondern auch die Gesellschaft als Ganzes profitiert von den Tricks und Kniffen. Zum Beispiel, weil die Verwendung von Dingen zu anderen als den ursprünglich geplanten Zwecken hilft, Müll zu vermeiden. Oder aber, wie bei unseren Lifehacks für ein gesünderes Leben, indem wir unser Wohlbefinden steigern und das Gesundheitssystem entlasten. Bei manchen unserer Tipps kann die Umsetzung sogar lebensrettenden für Andere sein, etwa, wenn wir bei Erkältung zu Hausmittelchen greifen und auf Antibiotika verzichten.

Zu guter Letzt sorgen Lifehacks dafür, dass wir entspannter durchs Leben gehen können. Wer weniger Stress empfindet, ist produktiver und hat häufig bessere Laune – und hilft allein dadurch den Menschen um sich herum.

Symbolbild für Lifehacks Wasser wird aus einer Glasflasche in ein Glas eingegossen
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Brendan Church

Lifehacks für ein gesünderes Leben

Zu einem gesunden Lebensstil gehört natürlich mehr, als nur ein paar Lifehacks zu befolgen. Echte gesundheitliche Probleme lassen sich damit nämlich nicht lösen. Aber die Lebenskniffe können uns dabei unterstützen, kleine Gesundheitsziele zu erreichen, etwa abzunehmen, früher aufzustehen oder sich nicht mehr so sehr vom Alltag stressen zu lassen.

Genug trinken mit Flaschenmarkierungen

Zwei Liter Wasser oder (ungesüßten) Tee sollten wir pro Tag trinken. Oft sind wir aber tagsüber so beschäftigt, dass wir das Trinken vergessen. Dagegen hilft eine durchsichtige Wasserflasche, die mit Uhrzeit-Markierungen versehen ist. So ist beispielsweise jeweils ein Viertelliter markiert mit 8 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr und 14 Uhr. Diese Menge sollten wir um die jeweilige Uhrzeit bereits getrunken haben.

Leichter aus dem Bett

Viele kennen das sicher: morgens ist es im Bett am gemütlichsten. Die Schlummertaste am Wecker wird mehrere Male gedrückt, ehe wir viel zu spät aufstehen. Ein guter Trick, um leichter aufzustehen: Sich im Bett auf den Rücken zu legen, die Beine hochzustrecken und so zu tun, als würde man Fahrrad fahren. Das sieht vielleicht seltsam aus, regt aber den Kreislauf an, noch bevor wir aufgestanden sind.

Symbolbild Lifehacks ein dampfender Becher mit Kaffee auf einem Untersetzer in Holzoptik
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Tim Foster

Kein Kaffee nach dem Aufstehen

Dieser Lifehack klingt erst einmal etwas befremdlich, schließlich ist das schwarze Heißgetränk der beliebteste Wachmacher weltweit. Gemeint ist damit auch nicht, dass du auf deinen morgendlichen Kaffee verzichten sollst. Doch über Nacht hat der Körper viel Flüssigkeit verloren und Kaffee entwässert den Körper noch weiter. Deswegen nach dem Aufstehen immer erst etwas Wasser trinken und mit dem ersten Kaffee etwa eine Stunde warten.

Bessere Haltung durch Vorstellungskraft

Wer im Büro stundenlang vor einem Bildschirm sitzt und in der Freizeit oft auf sein Smartphone starrt, hat ziemlich sicher eine schlechte Haltung. Die lässt sich einfach verbessern, wenn du dir so oft wie möglich vorstellst, du würdest wie eine Marionette am Scheitel nach oben gezogen werden und deine Hüften nach vorne. Das lässt dich sofort aufrechter sitzen, gehen oder stehen und mit der Zeit wird diese Vorstellung und die damit verbundene, gesunde Haltung zu einer positiven Angewohnheit.

Ziele erreichen durch die richtige Motivationstechnik

Jeder Mensch hat größere oder kleinere Ziele im Leben. Ein paar Kilo abnehmen, um die Traumfigur zu erreichen. Fit genug werden, um an einem Marathon teilnehmen zu können. Eine zusätzliche Ausbildung abschließen, um den nächsten Karrieresprung zu gehen.

Oft bleiben diese Ziele aber nur hehre Träume, weil wir nicht wissen, wie und wo wir beginnen sollen. Oder mittendrin aufgeben (müssen).

Den Unterschied macht zumeist die richtige Motivationstechnik. Bei der WOOP-Methode etwa wird nicht nur das Ergebnis in leuchtenden Farben ausgemalt, sondern auch mögliche Hindernisse identifiziert. So vorbereitet ist es leichter, bei auftretenden Schwierigkeiten an den gesteckten Zielen festzuhalten.

Fit im Büro

Genügend Bewegung in den Alltag einer Bürotätigkeit zu integrieren, kann ganz schön herausfordernd sein. Laut Arbeitsmediziner:innen sollten wir uns 25 Prozent unserer Arbeitszeit bewegen, 25 Prozent im Stehen arbeiten und nur den Rest sitzend verbringen. Das wird in vielen Fällen kaum möglich sein. Aber schon ein bisschen Bewegung hilft, um gesund zu bleiben. So können zum Beispiel Drucker und Kopierer am anderen Ende des Ganges platziert werden. Stehtische ermöglichen es, zwischendurch den eigenen Schreibtisch zu verlassen, ohne die Arbeit unterbrechen zu müssen oder Meetings im Stehen abzuhalten. Und auf dem Weg zur Kantine wird der Aufzug durch die Treppe ersetzt.

Bewusst essen hilft bei gesunder Ernährung

Allzu oft ist essen nur eine Nebentätigkeit, während wir Emails beantworten, uns mit Kollegen unterhalten, abends Serien gucken oder auf dem Smartphone spielen. Als Folge davon essen wir zu schnell, zu viel und merken oft nicht einmal, was wir alles in uns hineinstopfen. Sich Zeit zu nehmen und das Essen zu genießen, verhindert, dass wir „leere Kalorien“ essen und dadurch ungewollt zunehmen. Zusätzlich können wir beim bewusst essen auch besser dafür sorgen, dass mehr Obst und Gemüse auf dem Speiseplan steht und ungesundes Fast Food davon gestrichen wird.

Entspannung trotz Alltagsstress

Weil in unserem hektischen Leben oft der Stress überwiegt und keine Zeit für Erholung bleibt, ist dieser Lifehack besonders wichtig. Denn wer sich keine „Auszeit“ vom Stress nimmt, dessen Körper und Psyche sind irgendwann überlastet. Entspannung im Alltag zu finden ist jedoch gar nicht so schwer. Du kannst dir beispielsweise einen Termin mit dir selbst ausmachen und in dieser Zeit etwas tun, das dir Freude bereitet: ein Buch lesen, in der Natur sein, einem Hobby nachgehen oder einfach gar nichts tun. Nach dieser Pause vom Alltagstrott ist unsere Psyche erholt und wir können unsere Aufgaben viel besser bewältigen.

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Symbolbild Lifehacks zwei Füsse im Bett unter der Decke liegend mit zwei weißen Socken
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Livi Po

Omas Hausmittel statt Antibiotika bei Erkältung

Immer noch werden in Deutschland sehr häufig Antibiotika zur Behandlung von Erkältungen verschrieben. Das kann zu Resistenzen führen, sodass der Körper bei ernsten Erkrankungen auf bestimmte Mittel und Medikamente nicht mehr anspricht.

Bei Erkältungen sollte man daher besser erst mal auf bewährte Hausmittelchen setzen, etwa „Essigsocken“ (mit Essig und Wasser getränkte Socken, die etwa eine Stunde getragen werden) gegen Fieber oder viel heißen Tee trinken, um die Erkältung „auszuschwitzen“. Sollten sich die Beschwerden jedoch nicht bessern, ist es ratsam zum Arzt zu gehen.

Schneller einschlafen

Es gibt Menschen, die schlafen ein, sobald ihr Kopf das Kissen berührt. Viele leiden aber zumindest manchmal unter Schlafstörungen. Eine einfache Atemtechnikübung namens „4 – 7 – 8“ kann hier Abhilfe schaffen. Für die Übung wird die Zungenspitze hinter den Vorderzähnen an den Gaumen gelegt. Dann atmest du tief ein und zählst bis vier. Anschließend hältst du den Atem an, bis du bis sieben gezählt hast. Beim anschließenden Ausatmen zählst du bis acht. Die Übung wird vier Mal wiederholt. Dieser Lifehack lässt uns ruhig, gleichmäßig und tief atmen und suggeriert dem Gehirn so, dass es „herunterfahren“ soll, sodass wir besser einschlafen können.

Symbolbild gelbes Post It mit aufgemalter Gluehbirne als Erinnerung
Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Absolutvision

Lifehacks umsetzen leicht gemacht

Es nützen freilich die besten Lifehacks nichts, wenn wir dann vergessen, sie umzusetzen. Kleine Gedächtnisstützen erinnern uns im Alltag daran, immer wieder etwas für uns und unsere Gesundheit zu tun. So kann beispielsweise der tägliche „Termin mit sich selbst“ im Kalender eingetragen werden und dich automatisch daran erinnern, dir Zeit für dich und deine Bedürfnisse zu nehmen.

Eine weitere Möglichkeit sind kleine Haftnotizen, die dich wie Stationen einer Schnitzeljagd an unterschiedlichen Orten daran erinnern, etwas für deine Gesundheit zu tun. Zum Beispiel ein Zettel an der Kaffeemaschine, der fragt, ob du heute schon genug getrunken hast. Oder einer an der Mittelkonsole des Autos mit dem Hinweis auf eine aufrechtere Haltung. Auch Mini-Plakate für Fitnessübungen im Büro in unmittelbarer Nähe zum PC helfen bei der Umsetzung ebenso, wie die markierte Wasserflasche tagsüber direkt neben der Tastatur.

Gesundheit ist ein hohes Gut

Zwischen Beruf und Familie, Terminkalender und Smartphone, Leistungsdruck und Freizeitstress verlieren wir allzu oft unser eigenes Wohlergehen aus den Augen. Dabei ist unsere Gesundheit ein wichtiges Gut, das wir hegen und pflegen sollten. Je mehr wir selbst auf uns achten und unsere Bedürfnisse wahrnehmen, desto gesünder leben wir. Und je gesünder jeder Einzelne ist, desto besser geht es unserer Gesellschaft. Lifehacks, die kleinen Tricks und Kniffe, die unseren Alltag erleichtern, können uns dabei helfen, ein gesünderes Leben zu führen. Sie sind Gedächtnisstütze und Motivationshilfe, tägliche Routine oder Retter in der Not. Immer aber bieten sie uns die Möglichkeit, uns selbst mit wenig Aufwand etwas Gutes zu tun.